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Kriminalität

„Viel Erfolg“: Polizei fahndet mit neuem Video nach Ex-RAF-Terrorist Burkard Garweg

Den gesuchten RAF-Terroristen Staub und Garweg werden weitere Taten vorgeworfen. Neben einem Video haben die Ermittler auch neue Erkenntnisse. Arbeitete einer der beiden etwa als Fotograf?

Team News Maria Windisch dpa/maw
4 Min
Die Polizei sucht weiterhin mit Hochdruck die beiden früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg. 

Die Polizei sucht weiterhin mit Hochdruck die beiden früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg. 

© Julian Stratenschulte/dpa

Mit einem neuen Video, Fotos und neuen Informationen hoffen Ermittler den beiden gesuchten früheren RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub auf die Spur zu kommen. Eine Grußbotschaft, die vor etwa vier Jahren von einem Unbekannten mit einem Handy aufgenommen wurde, könnte nun neue Hinweise zum Umfeld von Garweg geben. 

Am Mittwochabend (20.15 Uhr) wurde das neue Video in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ gezeigt. Darüber hinaus veröffentlichten die Fahnder weitere Fotos und Erkenntnisse aus der Auswertung der Beweismittel.

Die Fahndung nach ihm und seinem früheren Komplizen Staub verlief bisher ohne Erfolg. Die beiden Männer und die am Anfang dieses Jahres verhaftete Daniela Klette sollen Überfälle auf Geldtransporter und Supermärkte zwischen 1999 und 2016 begangen haben. Inzwischen werden dem Trio weitere Straftaten vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen mitteilten.

Die drei Beschuldigten sollen 2014 in Elmshorn (Schleswig-Holstein) und 2015 in Osnabrück (Niedersachsen) die Kassenbüros von Einkaufsmärkten überfallen haben. Garweg und Staub sollen zudem 2009 auch in Löhne-Ulenburg (Nordrhein-Westfalen) einen Einkaufsmarkt überfallen haben. Insgesamt sollen die beiden früheren RAF-Mitglieder für 13 Taten mit einem Gesamtschaden von mehr als 2,7 Millionen Euro verantwortlich sein.

Weitere Straftaten: Das werfen die Behörden den ehemaligen Terroristen vor

Sie sollen damit ihr Leben im Untergrund finanziert haben. Gegen das Trio wird wegen versuchten sowie vollendeten schweren Raubes sowie wegen versuchten Mordes ermittelt. Auch erpresserischer Menschenraub wird ihnen vorgeworfen. Klette, Staub und Garweg gehörten der sogenannten dritten Generation der linksextremistischen Roten Armee Fraktion (RAF) an. 1998 erklärte sich die RAF, die mehr als 30 Menschen tötete, für aufgelöst.

Das LKA veröffentlichte neben einem Video auch gefälschte Ausweisdokumente, die möglicherweise zur Anmietung von Wohnungen in Tatort-Nähe genutzt wurden. „Es besteht der Verdacht, dass Daniela K. sich als Sarah (Tat in Stuhr) und Lucia (Tat in Hildesheim) ausgegeben und hierbei zur Anmietung möglicherweise gefälschte Ausweisdokumente vorgelegt haben könnte“, hieß es. Gesucht werden jetzt die damaligen Vermieter.

Konkret fragen die Ermittler: 

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Ehemalige RAF-Terroristen: Dieses Video soll Burkhard Garweg zeigen

Laut den Behördenangaben läuft die Fahndung nach den beiden Flüchtigen weiter auf Hochtouren. „Das LKA Niedersachsen wertet im Auftrag der StA Verden weiterhin eine Vielzahl von Beweismitteln aus. Darunter befinden sich auch digitale Spuren in einer Größenordnung von 17 Terabyte (Stand 08/24). Das entspricht ausgedruckt bis zu 86.000.000.000 DIN A4 Seiten.“

Darunter war auch ein Video, auf dem Garweg gut zu erkennen sein soll. Dieses zeigt ihn laut Polizei offenbar im Jahr 2020 auf einem Gelände mit Fahrzeugen sowie Wohnwagen, welche im Hintergrund stehen. In dem Video richtet der Beschuldigte Garweg seine Worte an eine „Karin“ bzw. „Carin“ und wünscht ihr viel Erfolg bei der Prüfung. Der heute 56-Jährige könnte den Behörden zufolge zahlreiche Verhältnisse zu Frauen gehabt haben. Das LKA bittet die Frauen, die eine Beziehung zu ihm hatten, sich zu melden.

Auch zu diesem Video richtet die Behörde Fragen an die Bevölkerung.

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Durch die Asservatenauswertung wissen die Ermittlungsbehörden inzwischen, dass Burkhard Garweg in der Zeit von 2008 bis 2016 mit einer Lebensgefährtin in einer Wohnung im Berliner Stadtteil Neukölln gelebt hat. Danach ist er auf ein Gelände am Markgrafendamm gezogen. Zudem gibt es Hinweise, dass der Gesuchte sich immer wieder für eine gewisse Zeit in Hamburg aufgehalten haben dürfte. Die und Fahnder gehen davon aus, dass sich Burkhard Garweg nach wie vor in Deutschland aufhält. Ein Unterstützerkreis in der linken Szene wird ebenso als wahrscheinlich angesehen. 

Darüber hinaus geben die Behörden an, dass Garweg in Berlin eine Fotografenschule besucht haben soll. Die Ermittlungsbehörden halten es für wahrscheinlich, dass er durch die erworbenen Erkenntnisse zumindest zeitweise als Fotograf gearbeitet haben könnte. 

Auch hier fragen die Ermittler:

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