Gewalt-Orgie nach Sex zu dritt: Prozess gegen Frauen-Trio vertagt

Am Freitag sollte der Prozess gegen drei Frauen beginnen, die einen Mann zunächst vergiftet und ihn anschließend mit einem Wagenheber, einem Messer sowie einer Bierflasche gefoltert haben sollen. Doch noch bevor die Anklage verlesen werden konnte, war der Prozess schon wieder vorbei. Die Verteidigerin einer der Anklagten hatte die Besetzung des Gerichts ...

BLZ
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Frankfurt (Oder) - Am Freitag sollte der Prozess gegen drei Frauen beginnen, die einen Mann zunächst vergiftet und ihn anschließend mit einem Wagenheber, einem Messer sowie einer Bierflasche gefoltert haben sollen. Doch noch bevor die Anklage verlesen werden konnte, war der Prozess schon wieder vorbei. Die Verteidigerin einer der Anklagten hatte die Besetzung des Gerichts beanstandet.

Nach Angaben von Jasper Schüler-Dahlke, Pressesprecher des Landgerichts Frankfurt (Oder), sei ein Schöffe im Urlaub und durch einen Ersatzschöffen ersetzt worden. Das wiederum habe die Verteidigerin der 21-Jährigen beanstandet, weshalb der Prozess zunächst unterbrochen wurde. Am 25. Juni soll die Verhandlung weitergehen. 

Anklage wegen versuchten Mordes

Dann dürfte die Staatsanwaltschaft vortragen, was sie Josephine S. (19), Michelle F. (21) und Henriette R. (30) vorwirft. Das Trio soll im Herbst 2018 über Ralph L. hergefallen sein, ihn zunächst gefoltert und dann versucht haben, ihn zu überfahren. Doch Ralph L. überlebte die Gewalt-Orgie. Der Grund für die Tat: Es soll Streit gegeben haben, weil L. nicht für einen flotten Dreier mit zwei seiner späteren Peinigerinnen bezahlen wollte. 

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten jetzt "Verabredung zu einem Verbrechen vor", F. und R. sind zudem wegen versuchten Mordes angeklagt. In der Bild-Zeitung sagt Opfer Ralph L. (36) nun, das alles mit einer Sex-Bekanntschaft begonnen habe.

Sex zu dritt nach Facebook-Flirt

Im Herbst 2018 habe er Michelle F. über Facebook kennengelernt, daraus habe sich eine lockere Sex-Beziehung entwickelt. Nach einiger Zeit habe die Frau ihm dann Sex zu dritt mit der 19-jährigen Josephine S. angeboten - für 800 Euro. Das Angebot mit dem flotten Dreier nahm L. zwar an, bezahlen wollte er aber nicht. Er habe die Vereinbarung nicht ernst genommen. "Der Sex mit Michelle war ja auch immer freiwillig", zitiert die Zeitung den Mann. 

Eine Fehleinschätzung, die ihn beinahe ins Grab brachte. Denn die Frauen fühlten sich offenbar betrogen - und schmiedeten mit der dritten Angeklagten einen Mordplan. 

Zwei drei Killerladys sollen ihrem Opfer in Eisenhüttenstadt am 16. November 2018 zunächst mehrere mit Tabletten versetzte Mix-Getränke verabreicht haben. Weil der Mann trotz der hohen Giftdosis aber nicht starb, fuhren die Frauen ihn nach Polen.

Angriffe mit Wagenheber, Messer und Bierflasche

In einem Waldgebiet in der Nähe des Dörfchens Grzmiaca nahe der Oder lockten die Frauen den Mann aus dem Auto, gingen hier mit einem Wagenheber, einem Messer und einer Bierflasche auf ihn los. Um ihn zu töten, ist sich die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) sicher. 

Giftanschlag, Wagenheber-Attacke, Messerangriff – und dennoch lebte der Mann noch. Da sollen die Frauen nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ihr Opfer mit dem Auto überfahren und anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen liegengelassen haben.

Opfer sollte mit Messer entmannt werden

Allerdings nur, um wenig später zurückzukehren, dieses Mal mit Josephine S. Die 19-Jährige soll sich laut Anklage kurz zuvor im Internet über die Lage der menschlichen Organe im Körper informiert und im Auto dann gesagt haben: "Wenn ich ihn finde, dann schneide ich ihm den Schwanz ab und das Herz raus." 

Doch als die Frauen an den Tatort zurückgekehrt waren, hatte sich der lebensgefährliche verletzte Ralph L. mit letzter Kraft ins Unterholz geschleppt und dort versteckt. Und überlebte den unglaublichen Mordplan der drei Frauen. Bei einer Verurteilung drohen ihnen mehrjährige Haftstrafen. 



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