Der Gewinn von Audi ist im ersten Halbjahr von 2025 deutlich eingebrochen. Die Zölle von US-Präsident Trump, Kosten für den Konzernumbau und schwache Geschäfte in China bedeuteten ein Minus von 37,5 Prozent, wie der zu VW gehörende Teilkonzern, zu dem auch Bentley und Lamborghini gehören, mitteilte.
Es ist bereits das dritte Mal in Folge, dass das erste Halbjahr im Vorjahresvergleich deutlich schlechter ausfällt. Noch 2022 hatten die Ingolstädter 4,4 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen.
Audi senkt auch Prognose für 2025
Zudem senkt Audi auch seine Prognose für das laufende Jahr. Die Umsatzerwartung schrumpfte um 2,5 Milliarden auf 65 bis 70 Milliarden Euro und auch die Rendite wird ein gutes Stück niedriger erwartet. Allerdings ist dabei die Zolleinigung der EU mit den USA noch nicht berücksichtigt. Diese sei aktuell in Bewertung, hieß es. Noch habe man keine Details und nichts Schriftliches, sagte Finanzchef Jürgen Rittersberger. Grundsätzlich freue man sich aber, dass es jetzt Planbarkeit gebe.
Alleine die im Frühjahr erhöhten US-Zölle haben Audi im ersten Halbjahr mit rund 600 Millionen Euro belastet, wie Rittersberger sagte. Audi, das anders als Konkurrent BMW kein eigenes Werk in den USA hat, hatte die durch die Zölle entstandenen Zusatzkosten nicht an seine Kunden in den USA weitergegeben, ein solcher Schritt ist allerdings kostspielig. Wie es hier weitergehen soll, sagte Rittersberger noch nicht – man werde versuchen, hier den richtigen Kompromiss zwischen Preis und Volumen zu finden.
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Als weiteren Grund für den aktuellen Rückgang nannte der Finanzchef die Kosten für den Umbau des Konzerns. Audi hat im Frühjahr unter anderem den Abbau von 7500 Stellen in Deutschland bis 2029 angekündigt und dafür bereits Rückstellungen gebildet. Diese belasteten das Ergebnis im ersten Halbjahr mit 600 Millionen Euro, allerdings gab es bereits erste positive Effekte der sogenannten Zukunftsvereinbarung, die die Hälfte dieser Belastung ausglichen. Die aktuellen Zahlen zeigten „wie notwendig die eingeleitete Transformation ist“, betonte Rittersberger. Man müsse hier „mit Vollgas“ weitermachen. Mittelfristig will Audi mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen.
Auch VW meldet deutlichen Gewinneinbruch
Dass die Zahlen erneut schwierig werden könnten, hatte sich bereits abgezeichnet. Der Absatz war im ersten Halbjahr geschrumpft, insbesondere in China, aber auch in den USA. Die beiden Märkte sind derzeit für viele Autobauer schwierig. In China tobt weiter ein massiver Preiswettbewerb, vor allem im Elektrobereich. Hier hofft Audi auf dort anstehende neue Modelle.
Auch der Gewinn von Volkswagen (VW) brach im zweiten Quartal um mehr als ein Drittel ein. Er sank im Vorjahresvergleich um 36,3 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro, wie der Konzern in Wolfsburg am vergangenen Freitag mitteilte. Auch VW nannte die US-Zölle als Grund.
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