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Gil Ofarim will offenbar Gitarren verkaufen: Notsituation nach Antisemitismus-Lüge?

Kein halbes Jahr nach dem Eingeständnis seiner heftigen Lüge meldet sich der Musiker wieder auf Social Media. Was steckt hinter seiner Rückkehr?

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Gil Ofarim, hier während eines Gerichtstermins im November, meldet sich auf Instagram zurück.

Gil Ofarim, hier während eines Gerichtstermins im November, meldet sich auf Instagram zurück.

© Hendrik Schmidt/dpa

Kein halbes Jahr ist es her, dass Gil Ofarim seine heftige Lüge eingestanden hat. Eine Lüge, nach deren Offenbarung andere eine denkbar lange Pause eingelegt hätten – vielleicht nie wieder zurückgekehrt wären in die Öffentlichkeit.

Nachdem der Musiker 2022 behauptet hatte, von einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels antisemitisch beleidigt worden zu sein, gab er rund zwei Jahre später zu, sich die ganze Geschichte bloß ausgedacht zu haben.

Eine frei erfundene antisemitische Attacke – ausgerechnet in aktuellen Zeiten, in denen ein Anstieg entsprechender Hassvorfälle tatsächlich verzeichnet wird, ist das besonders infam.

Trotzdem ist Ofarim, der seinen Instagram-Account zwischenzeitlich abgeschaltet hatte, auf dem sozialen Medium schon jetzt wieder zurück. Nicht mit einem Video, in dem er sich selbst erklärt oder gar mit einer Entschuldigung. Am Montag hatte er in seinen Insta-Storys ein Video von sich veröffentlicht, in dem er Gitarre spielt; dazu eine vage Ankündigung: „Frühjahrsputz! Sale!“, schrieb der Musiker zum Video.

Gil Ofarim hatte mehrere Tausend Euro zahlen müssen

Am frühen Dienstagabend konkretisierte der Sohn des israelischen Sängers Abi Ofarim dann sein Vorhaben: „Countdown läuft! Donnerstag 18 Uhr!“, überschrieb der Musiker, dem auf Instagram rund 115.000 Menschen folgen, eine weitere Story, die ihn abermals beim Musizieren zeigt. Und: „Frühjahrsputz, Gitarren Sale“. Offenbar will der 41-Jährige seine Instrumente verkaufen.

Ob sich Ofarim seit seinem Schuldgeständnis in finanziellen Nöten befindet, ist nicht bekannt. Engagements und Auftritte dürfte es für den Musiker in nächster Zeit allerdings nicht geben; zudem hatte er nach seinem Geständnis während eines Gerichtstermins im November 2023 10.000 Euro gezahlt, um einem weiteren Verfahren wegen falscher Behauptungen und Verleumdung des Hotelmitarbeiters zu entgehen.

Je 5000 Euro wurden an die Jüdische Gemeinde zu Leipzig und an die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz gegeben. Darüber hinaus zahlte Ofarim ein Schmerzensgeld in unbekannter Höhe an den Hotelangestellten, dem er fälschlicherweise antisemitisches Gebaren vorgeworfen hatte.

2022 hatte Ofarim behauptet, der Mann habe ihn aufgefordert, eine Kette mit Davidsternanhänger abzulegen oder das Hotel unverzüglich zu verlassen. Den angeblichen Vorfall hatte der Musiker in einem emotional aufgeladenen Video öffentlich gemacht – auf Instagram.

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