100 Sturzverletzungen

Glatteis in Berlin: Amt bestraft Hauseigentümer, streut aber selbst nicht

Viele Berliner kommen nicht zur Arbeit. Kliniken melden Dutzende Knochenbrüche. Der Grund: Glatteis, wohin man schaut. Und nicht überall ist gestreut.

Um 18.30 Uhr löste die Feuerwehrleitstelle „Auslastungsstufe 3 Rettungsdienst“ aus. Das eisige Wetter sorgt derzeit für Chaos in Berlin – vor allem bei der Notfallversorgung. Was heute „Auslastungsstufe 3“ heißt, hieß bis vor einem Jahr noch viel direkter: „Ausnahmezustand“. Diese Stufe ist erreicht, wenn nur noch zehn Rettungswagen (RTW) oder weniger für die ganze Stadt frei sind. Weniger dringende Notfälle müssen dann warten, und Pausen sind den RTW-Besatzungen untersagt. So war es eben auch am Mittwochabend.

Schon in den Tagen zuvor galt die „Auslastungsstufe 2“ für den Rettungsdienst der Feuerwehr. Die Sanitäter und Ärzte müssen jeden Tag zahlreiche Verletzungen versorgen, weil Menschen auf eisglatten Straßen und Gehwegen stürzen. Denn gestreut wird nur wenig.

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