Ob kulturelle Angebote bei Tag und Nacht, unvergessliche Nächte in der Clubszene oder historische Orte im ganzen Stadtgebiet: Berlin ist eine pulsierende Metropole. Doch wie schneidet die Hauptstadt im internationalen Vergleich ab? Seit 2008 untersucht die internationale Unternehmensberatung Kearny mit der Studie „Global Cities Report“ jedes Jahr den Einfluss und die Zukunftsaussichten von 156 Metropolen. In diesem Jahr fällt nicht nur Berlin, sondern auch die anderen deutschen Metropolen Frankfurt am Main, Düsseldorf und München, in beiden Kategorien mehrere Plätze zurück.
In dem Ranking werden mit dem „Global Cities Index (GCI)“ die gegenwärtigen Leistungen von insgesamt 156 Städten in den Bereichen Wirtschaftsaktivitäten, Humankapital, Informationsaustausch, Kulturangebot und politisches Engagement untersucht. Für Deutschland zeigt sich dabei ein Abwärtstrend. Berlin rückt von Platz 14 im Jahr 2022 auf Platz 16. Das geht aus einer Mitteilung am Montag von Kearny hervor.
Global Cities Report 2023: Berlin rutscht im Ranking einige Plätze zurück
Mit dem „Global Cities Outlook (GCO)“ wird untersucht, wie schnell und gut Metropolen bei den Indikatoren Lebensqualität, Ökonomie, Innovation und Governance gegenüber den Top-Performern aufholen. In der Kategorie Zukunftspotential liegt Berlin in diesem Jahr nur noch auf Platz 21. Im Vorjahr belegte die Hauptstadt noch den 12. Platz.
Städte mit einem breiten Angebot in vielen Bereichen wirken als Magneten für begehrte globale Talente. Diese sogenannte „verteilte Geografie der Chancen“ führen die Autorinnen und Autoren des Global Cities Reports 2023 auf soziale, geopolitische und technologische Veränderungen zurück. Die Top-Metropolen sind - wie bereits in den Jahren zuvor - New York, gefolgt von London, Paris, Tokio und Beijing. Erstmalig rücken auch Städte außerhalb der US-amerikanischen und westeuropäischen Metropolregionen auf.
Studie: Globale Städte müssen sich mehr auf KI vorbereiten
In der Studie werden vier Punkte hervorgehoben, die Metropolen zu globaler Bedeutung verhelfen. Dazu gehört einerseits, mit hoher Lebensqualität, vielfältigen kulturellen Erlebnissen und guten Rahmenbedingungen Talente anzuziehen, um das Humankapital auszubauen. Außerdem ist es wichtig, die soziale Infrastruktur zu optimieren, beispielsweise kulturelle Institutionen, um soziale Verbindungen zu fördern.
Andererseits ist die öffentliche digitale Infrastruktur von zunehmender Bedeutung, um die digitale Vernetzung zu stärken. Dadurch werden neue Technologien angezogen, die wiederum Innovationen und Wirtschaftswachstum vorantreiben. Zuletzt müssen Städte eine nachhaltige Stromversorgung von Rechenzentren ermöglichen. Um für weitere Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz gerüstet zu sein, braucht es energieintensivere Rechenzentren.
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