„Hauskauf Schwanenwerder mit Dr. Schlötter abgeschlossen. Ich bin nun Hausbesitzer“, so vermerkte Joseph Goebbels am 2. April 1936 in seinem Tagebuch einen wichtigen Schritt zur Hebung seines Privatlebens. „Fehlt bloß noch das Geld. Das wird der Führer von Amann vorschießen lassen“, schreibt Hitlers Propagandaminister und engster Vertrauter weiter. Was diese kurze Notiz alles enthält!
SS-Obergruppenführer Max Amann, zu jener Zeit Vorsitzender des Reichsverbandes der Deutschen Zeitungsverleger, verwaltete die Tantiemen von Hitlers millionenfach verkauftem Werk „Mein Kampf“. Der Führer war privat ein wohlhabender, aber nicht verschwendungssüchtiger Mann. Mit Dr. Schlötter meinte Goebbels offenkundig den jüdischen Bankdirektor Oscar Schlitter, Vorbesitzer des Grundstücks Inselstraße 8-10.
Das Geld kam vom Führer persönlich
Hitler hilft. Im Tagebucheintrag vom 8. April 1936 heißt es: „Führer ruft aus München an: Geld für Schwanenwerder ist besorgt. Amann war mal wieder großzügig. Ich bin dem Führer so dankbar.“ 270.000 Reichsmark zahlte Joseph Goebbels für das Grundstück mit Sommerhaus auf der Insel Schwanenwerder, gelegen in der Havel am Ausgang des Großen Wannsees. Die meisten Bewohner der zauberhaften Gegend waren in der Weimarer Zeit jüdische Familien gewesen.
Am 22. März hatte das Ehepaar Goebbels das Haus zum ersten Mal angeschaut. „Das wäre schon schön … Herrlich am See gelegen. Mal sehen“, hatte der zu jener Zeit dreifache Vater festgehalten. Zu Ostern war alles perfekt. „Gründonnerstag, heute nach Schwanenwerder übergesiedelt … nun bin ich im eigenen Haus. Am See. Und restlos glücklich“, steht da für den 9. April. Und am 20. desselben Monats kommt der Führer persönlich zum Besichtigen: „Er ist restlos begeistert.“ Und dann habe er noch von den Autobahnen gesprochen, die er beabsichtige und „5 Millionen Arbeiterhäusern, die er in einigen Jahren bauen lassen wird“. Es sei „eine Freude, ihm bei seinen großen Werken helfen zu dürfen“.
Adolf Hitler war oft und gern bei der Familie Goebbels. Das Alter der drei Kinder Helga (geb. 1932), Hilde (geb. 1934) und Helmut (geb. 1935) spricht dafür, dass das Foto in der Schwanenwerder-Zeit entstand. Am 1. Mai 1945 vergifteten die Eltern ihre dann sechs Kinder im Führerbunker.
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Die Recherche im 16.800 Seiten umfassenden Tagebuch, das Joseph Goebbels von 1923 bis 1945 führte, hatte eigentlich einem Spiel gegolten: Monopoly, dem amerikanischen Brettspiel, in dem die Spieler das Ziel verfolgen, ein Grundstücksimperium aufzubauen. Nach seinem Riesenerfolg in den USA und England war es 1935 auch für Deutschland lizensiert und im Jahr darauf auf den Markt gebracht worden, und zwar – schlaues Marketing – mit Berliner Straßennamen.
Und wie hieß die teuerste Lage? Nein, nicht Schloßstraße wie auf der ab 1953 in Westdeutschland neu aufgelegten Variante – sondern: Schwanenwerder. 8000 Reichsmark kostete das imaginierte Grundstück den Spieler, gefolgt von Grunewald mit 7000 Reichsmark. Die Moabiter Turmstraße war schon für 1200 zu haben. Genau diese Variante vertreibt die Spielefirma Hasbro derzeit wieder, eine Retro-Ausgabe von 1935, wie auf der hübschen Holzkiste vermerkt ist. Hochwertig und mit 124,95 Euro nicht ganz billig.
Was die Goebbels-Tagebücher sagen
Der erste Versuch, das Spiel in Deutschland zu platzieren, endete bald. Warum? Hasbro, seit 1991 Rechteinhaber, wird in Texten über die Geschichte von Monopoly mit folgender Erklärung zitiert: „Als Goebbels Schwanenwerder mit Wuchermieten auf den Monopoly-Spielplan übertragen fand, ließ er das Spiel angeblich kurzerhand verbieten. Offiziell wurde der ,jüdisch-spekulative Charakter‘ des Spieles herangezogen.“ So wird es seither kolportiert. Es scheint ja auch zu passen: Schwanenwerder als teuerste Monopoly-Adresse, und dort wohnte im wirklichen Leben ein hoher Funktionär der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei? Degoutant. Aber war es wirklich so?
Die Monopoly-Recherche im digitalisierten Volltext der Goebbels-Tagebücher sollte den klaren Beweis erbringen, dass Goebbels hinter einem Spielverbot steckte; schließlich schrieb er jede Kleinigkeit auf – vom Wetter über den Dauerzoff mit seiner Gattin Magda wegen seiner Frauengeschichten bis zu Fragen von Krieg und Judenmord. Brachte sie aber nicht. Das Stichwort Monopoly ergab genau null Treffer. Kein Hinweis, dass der Propagandaminister je seine Aufmerksamkeit auf das Spiel lenkte. Auch verwandte Begriffe wie Gesellschaftsspiel gaben keinen Aufschluss. Hunderte Treffer hingegen erbrachte das Suchwort Schwanenwerder. Die Tagebuchnotizen blättern Joseph Goebbels’ privates Monopoly auf.
Schwanenwerder und die Juden
Im Dezember 1931 hatten Magda und Joseph Goebells geheiratet, Hitler war Trauzeuge. Als Sommerfrische der 1934 um drei Kinder gewachsenen Familie diente ein Haus in Kladow. Das Paar klagt ständig über Geldnot. Im März 1934 notiert Goebbels: „Will mit Amann wegen Kaufs unseres Hauses in Cladow reden. Und dann mein Gehalt aufbessern.“ Letzteres gelingt, und Magda „freut sich wie ein Kind über unserer Gehaltsaufbesserung“. Magda selber habe mit dem Führer telefoniert, liest man am 9. April, „mit dem Geld kommen wir jetzt klar. Er ist so rührend.“ Damit meint er den väterlichen Freund Adolf Hitler.
Replik der Originalversion, wie sie heute wieder auf dem Markt ist.
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Doch dann ergab sich auf Schwanenwerder, Inselstraße 8-10, die bessere Option. Wir schreiben das Jahr 1936, Juden werden seit 1933 sukzessive aus dem öffentlichen Leben gedrängt. Die Nürnberger Rassengesetze waren im Herbst 1935 erlassen worden. Am 30. April 1936 schreibt Goebbels: „Entjudung der RKK (Reichskulturkammer, d.R.). Doch noch viele Juden in Verbänden. Ich gebe Anordnung: Volljuden ganz raus, bei Halbjuden untersuchen, ob sie drinbleiben und bei Vierteljuden, ob sie rausmüssen. Ein schwieriges Problem. Aber ich mache jetzt ernst.“
Lüstling Joseph Goebbels: „Jedes Weib reizt mich bis aufs Blut“
Die Zeit, in der sich Goebbels auf Schwanenwerder einkaufte, lag zwischen den vom NS-Staat ausgerichteten Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen im Februar 1936 und den Sommerspielen im August in Berlin. Mit Rücksicht auf die Auslandspresse hatte man antisemitische Hetzpropaganda und offenkundige Schikanen zurückgefahren. Über seinen Verkäufer, Dr. Schittler, schrieb Goebbels noch sachlich-knapp, das änderte sich jedoch vollständig, als er 1938 sein Auge auf das Nachbargrundstück, Inselstraße 12/14, warf.
Am 3. März 1938 notierte Goebbels, wie ihm Wolf-Heinrich Graf von Helldorff, seit 1935 Berliner Polizeipräsident, behilflich war: „Helldorff hat den Juden von Schwanenwerder, der uns beim Hauskauf behumsen wollte, zusammengestaucht. Jetzt wird es wohl besser gehen.“ Gemeint war Samuel Goldschmidt. Einst wohlhabender Bankier stand er nun kurz vor der Emigration und hatte die „Reichsfluchtsteuer“ zu entrichten. Sein Grundstück, etwa gleich groß wie das zuerst gekaufte, kostete Goebbels nun deutlich weniger als die Hälfte. Trotzdem jammert er, so am 29. März: „Sorge um den Hauskauf in Schwanenwerder. Ich komme nur ganz knapp mit meinem Geld hin. Diese ewigen Geldsorgen hängen mir zum Halse heraus.“
Menschlichkeit war nicht geplant
Mit Helldorff besprach der Propagandaminister am 4. Juni 1938 das vollständige „Herausdrücken der Juden aus Berlin. Und zwar ohne Sentimentalität.“ Und vier Wochen später notierte er: „Helldorff will in Berlin ein Judenghetto errichten. Das sollen die reichen Juden selbst bezahlen. Das ist richtig. Ich unterstütze ihn dabei.“ Ende Juli erließ Helldorff die „Richtlinien für die Behandlung von Judenangelegenheiten“.
In 76 Punkten wurden kleinlichste Verwaltungsschikanen veranlasst: Vorladungen vor allem am Sabbat, Höchstsätze für Verwaltungsgebühren etc.; Goebbels schreibt begeistert: „Die sind nun wirklich rigoros. Auf diese Weise treiben wir die Juden in absehbarer Zeit aus Berlin heraus. Der Polizeipräsident erdachte auch die nach ihm benannte Helldorff-Spende: Um in den Besitz eines Passes als Voraussetzung für die Emigration zu gelangen, mussten Juden je nach Vermögen zwischen 50.000 und 300.000 Reichsmark zahlen – und zwar an einen von Helldorff einrichteten Notfonds, der angeblich die Not anderer Juden lindern sollte.
Brandbombe auf Schwanenwerder
Am 12. November 1938, drei Tage nach den großen landesweiten Pogromen, trat die Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben in Kraft. Und Goebbels kann am 2. Dezember 1939 im Tagebuch Vollzug vermerken: „Heraus nach Schwanenwerder. Der Umzug ist fertig. Hier wollen wir jetzt wohnen.“ (Zehn Jahre zuvor hatte bei Goebbels noch der Gerichtsvollzieher geklingelt, um dessen Radio und Haarföhn wegen nicht bezahlter Schulden abholen zu lassen.)
Viel Freude hatte der Neureiche an seiner feinen Immobilie nicht. Seit 1940 flogen die Alliierten Bombenangriff auf Berlin. Am 2. August 1943 räumte das Ehepaar wertvolle Möbel und Kunstgegenstände aus und ließ die Sachen in ihr inzwischen auch erworbenes Anwesen in Lanke bringen. Der Tagebuchschreiber nimmt Abschied von „dem schönen Haus“. Er ahnt ganz richtig: „Wer weiß, ob wir es noch einmal in diesem heilen Zustand wiedersehen.“ Im Juni 1944 fällt eine Brandbombe auf Schwanenwerder, die auch die Goebbels-Häuser beschädigt.
Ruine der ehemaligen Villa von Joseph Goebbels auf der Insel Schwanenwerder: Aufnahme aus dem Jahr 1954.
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So endet das reale Goebbels-Monopoly. Wie aber war es derweil dem angeblich von Goebbels verbotenen Spiel ergangen? Urs Latus vom Spielemuseum Nürnberg antwortet auf Nachfrage: „Das ist ein schwieriger Fall.“ Man habe im Archiv keine Belege zur Geschichte von Monopoly und könne nichts zur Aufklärung beisteuern. Auch das Deutsche Spielearchiv Nürnberg teilt auf Anfrage mit, es verfüge nicht über Quellen zu frühen Monopoly-Ausgaben. Auch von der aktuelle Produzentin der Replik von 1935 heißt es: „Leider liegen Hasbro hierzu aktuell keine Informationen vor.“
Die Auflösung der Monopoly-Legende
Genaueres findet sich auf der Internetseite der Europäischen Spielesammlergilde E.S.G. Der Autor des Textes, Rudolf Rühle, kommt nach einer Spurensuche zu dem Schluss, bei der Verbotsgeschichte handle es sich um ein Gerücht. In einer Spieleanleitung der deutschen Erstausgabe von 1935 hatte er entdeckt, dass als „Alleinkonzessionär des Gesellschaftsspiels Monopoly in deutscher Sprache“ ein Herr namens Paul Ksoll angeführt ist, ansässig unter derselben Münchner Anschrift wie die Firma Schmidt Spiele. Ksoll sei kurz nach der Übernahme des Spiels 1936 schwer erkrankt und im folgenden Jahr gestorben. Die 1938er-Ausgabe firmierte dann direkt unter Schmidt Spiele. Demnach müsse der Inhaber Franz Schmidt die Lizenz übernommen und nicht mehr für Ksoll, sondern für die eigene Firma produziert haben.
1938 ist das Spiel zum letzten Mal im Katalog gelistet. Für ein Verbot durch Goebbels sieht Rühle keine Belege, auch nicht bei Mitgliedern der Familie Schmidt. Eher stehe zu vermuten, dass der Absatz des hochpreisigen Spiels „einfach zu gering geblieben“ war. Auch eine abgewandelte Variante aus einem anderen Unternehmen hatte keinen Erfolg.
„Recht neckisches Spiel“, aber undeutsch
Gegen das Gerücht vom Verbot sprechen auch Rezensionen des Spiels in Zeitungen, die über das Deutsche Zeitungsportal einsehbar sind. So erschien in der illustrierten Wochenzeitschrift für die deutsche Frau Neue Welt am Sonnabend am 8. August 1936 eine Besprechung mit der Beschreibung von Spielverlauf, -regeln und -ziel: „Man kann sich nun während des Spiels als richtiger Kapitalist erweisen, man kann spekulieren, einen Konzern bilden, den Gegner aufkaufen, mit Preisunterbietungen arbeiten usw. Das Spiel ist auf dem Prinzip aufgebaut, das Amerika reich gemacht hat: Der Starke kauft den Schwachen auf.“ Folglich: „Für Deutschland ist das anscheinend recht neckische Spiel jedenfalls nicht geeignet. ,Der Starke kauft den Schwachen auf‘ – dieses Prinzip entspringt einer Geisteshaltung, die wir inzwischen gottlob überwunden haben. Also: Nichts für uns!“
Recht neckisch? Schreibt man so in der Regenbogenpresse über etwas von höchster Stelle Verbotenes? Interessant ist das Argument, die arische Volksgemeinschaft im nationalsozialistischen Deutschland habe die Gier nach Reichtum, den Egoismus überwunden.
Ganz ähnlich klingt die Niederrheinische Zeitung am 11. August 1937. Der Autor der sehr langen Spielkritik erklärt ausdrücklich, er habe das „neue Modespiel auf sehr kapitalistischer Grundlage“ selber ausprobiert. Es rege „die Habgier aller Teilnehmer“ erheblich an und erobere die Englisch sprechende Welt „wie im Fluge“: „Als ich das erste Mal Monopoly spielte, machte ich es wie die ganz großen Betrüger. Ich wanderte ins Zuchthaus, und da mir mein Hausbesitz blieb, mußten mir auf meinen Feldern Landende gewaltige Mieten zahlen.“
Das Spiel zum Wirtschaftswunder
Einer nach dem anderen ging daran kaputt. Bei magerer Kost im Zuchthaus lachte ich mir ins Fäustchen, denn ich wußte, wenn ich weiterwürfeln würde, d.h. wieder aus dem Zuchthaus herauskam, war ich selbst ein reicher Mann.“ Nur klug müsse man sein (und richtig würfeln). Das Fazit: „Ob die Monopoly-Manie zu einer Hebung der allgemeinen Moral beitragen wird, das wage ich allerdings nicht zu entscheiden.“
Als das Spiel 1953 in der Bundesrepublik auf den Markt kam, wehte ein anderer Zeitgeist: Ludwig Erhard (CDU), Vater der Marktwirtschaft, war Wirtschaftsminister, gab als Ziel „Wohlstand für alle“ aus. Monopoly avancierte zum Spiel des Wirtschaftswunders.
Anders in der DDR. Auch hier keine Spur von einem offiziellen Verbot. Das Wort „Monopoly“ kommt in der Berliner Zeitung zwischen 1953 und 1989 nur ein einziges Mal vor, am 22. Juni 1983 in einer ADN-Meldung über ein in der BRD erschienenes antisemitisches Spiel namens „Jude ärgere Dich nicht“. Zitiert wird die Frankfurter Rundschau, die das mit Hakenkreuzen bemalte Spielfeld beschreibt, mit einem Davidstern, in dessen Ecken die Namen der Konzentrationslager Treblinka, Buchenwald, Auschwitz, Mauthausen, Maidanek und Dachau stehen.
Monopoly in der DDR und der Sowjetunion
Demnach war das Ziel des Spiels: „Wer zuerst seine sechs Millionen Juden-Figuren in den Gaskammern hat, hat gewonnen und darf dann beim Monopoly die Wiedergutmachungsbank halten“. Urheber der „antisemitischen Ungeheuerlichkeit“ seien westdeutsche Neonazis. Zweifellos eine der Meldungen, die von höchster Stelle im Politbüro an alle Medien verteilt wurden, als Beweis für das Wirken faschistischer Kräfte in der Bundesrepublik.
Natürlich passte Monopoly nicht ins Erziehungskonzept der sozialistischen Persönlichkeit in der DDR. Gespielt wurde es gleichwohl. Eine Umfrage unter Altersgenossen ergab: Die einen kloppten lieber Skat, die anderen gaben sich mit Leidenschaft dem Profitmachen hin.
Ein heute 70 Jahre alter Kommilitone erinnert sich: „Monopoly kenne ich, seit ich ca. zehn Jahre alt war.Irgendeine von fünf Familien hatte immer ein Originalspiel über die Westverwandten.“ Auch sonst super ruhige und besonnene Charaktere hätten wild und gierig agiert. Und während des Studiums sei der vom Ministerium des Innern Delegierte beim Spiel besonders aufgefallen. Wer kein Originalspiel hatte, bastelte eins – und so gingen die DDR-Bürger nicht gänzlich unvorbereitet ins reale kapitalistische Abenteuer Deutsche Einheit.
So spielte man um 1980 in der Sowjetunion Monopoly - die Aufnahme enstand auf dem Campus der Universität von Dnipropetrowsk in der Ukraine.
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Nach der Wende erfuhr die Öffentlichkeit, dass in einem Gebäude in Freienbrink östlich von Berlin die DDR-Sicherheitsbehörden zahllose Westpakete geöffnet und neben Videorecordern, Briefmarkensammlungen, edlen Schuhen und Schmuck, Surfbrettern und Bargeld auch Monopolyspiele „sichergestellt“ hatten. Ein Spiegelbericht vom 9. Februar 1990 erwähnt, dass der Bereich Kommerzielle Koordinierung (KoKo) einmal eine komplette Sendung fabrikneuer Monopoly-Spiele zum Weiterverkauf gegen Devisen übernahm – „Monopoly gegen Bananen“ gewissermaßen.
Übrigens: In der Sowjetunion wurde Monopoly im Jahr 1988 zugelassen, im Jahr drei von Gorbatschows Politik der Perestroika, des Umbaus des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Systems der Sowjetunion. Schauplätze auf dem Spielbrett: die Moskauer Arbatstraße und der Smolensker Platz samt Außenministerium als Spekulationsobjekte.
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