Kriminalität

Graffitigruppe „Saftboys“: Polizei-Razzia in mehreren Bezirken in Berlin

Bei einer mutmaßlichen Graffiti-Gruppe wurden in Berlin Durchsuchungen durchgeführt. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll es sich um die Gruppe „Saftboys“ handeln.

Team News BLZ
2 Min
In Berlin gab es mehrere Durchsuchungen gegen eine Graffiti-Gruppe mit dem Schriftzug „Saftboys“.

In Berlin gab es mehrere Durchsuchungen gegen eine Graffiti-Gruppe mit dem Schriftzug „Saftboys“.

© Berliner Zeitung/Markus Wächter

Die Berliner Polizei hat am Donnerstagmorgen zusammen mit der Bundespolizei mehrere Räume einer Graffiti-Gruppe in Berlin und Hessen durchsucht. Laut der Berliner Polizei am Donnerstag fanden Durchsuchungen von insgesamt elf Wohnungen und zwei Geschäftsräume in Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln sowie eine Wohnung in Frankfurt am Main statt. 

Der Gruppe wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, einen Schaden von mindestens 60.000 Euro verursacht zu haben. Seit 2021 wird gegen acht Tatverdächtige und zwei Unbekannte ermittelt. Nach Informationen der Berliner Zeitung sollen sie unter dem Sprayer Namen „Saftboys“ aktiv sein.

Graffiti in Berlin: Straftaten aufgenommen und als Musikvideo hochgeladen

Die Sprayer sollen im Jahr 2021 die Türen einer Bahn am S-Bahnhof Yorckstraße blockiert und den Zug großflächig mit dem Schriftzug besprüht haben. Das Ganze wurde gefilmt und später als Hintergrund für ein Musikvideo hochgeladen. Für denselben Zweck sollen Mitglieder der Gruppe Geländer und Mülleimer im „Tropical Islands“ in Krausnick-Groß Wasserburg besprüht haben.

Auch eine Wand am S-Bahnhof Halensee wurde am 12. September 2022 mutmaßlich von der Gruppe beschmiert. 45 Meter maß der Schriftzug. Weiter soll ein U-Bahnwagen am U-Bahnhof Gleisdreieck und ein Wartehäuschen am S-Bahnhof Schönfließ von der Gruppe besprüht worden sein. 

Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem Sprühdosen, Bilder der Graffitis, Schlüssel der Verkehrsbetriebe, Kameras, Mobiltelefone und andere elektronische Speichermedien sichergestellt. Laut der Berliner Polizei waren 190 Polizisten im Einsatz.

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