Irreguläre Migration begrenzen

Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien bis Mitte Juni verlängert

Das Innenministerium verlängert die Grenzkontrollen zu Polen, Tschechien und der Schweiz um weitere drei Monate. Nancy Faeser ist überzeugt: „Unsere Maßnahmen wirken“.

Team News AFP/BLZ
2 Min
Polizisten stehen an der deutsch-polnischen Grenze. 

Polizisten stehen an der deutsch-polnischen Grenze. 

© Hannes P. Albert/dpa

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz werden für weitere drei Monate verlängert. Sie liefen vorerst weiter bis zum 15. Juni 2024, teilte das Bundesinnenministerium am Samstag mit. Damit werde die Schleuserkriminalität stärker bekämpft und die irreguläre Migration begrenzt. Die Bundespolizei könne so „weiterhin flexibel das gesamte Bündel an stationären und mobilen grenzpolizeilichen Maßnahmen einsetzen“, erklärte Innenministerin Nancy Faeser (SPD).

Faeser hatte Mitte Oktober als Reaktion auf die stark gestiegenen Flüchtlingszahlen vorübergehende stationäre Kontrollen zu Polen, Tschechien, Österreich und zur Schweiz eingeführt. Seither seien knapp 23.000 unerlaubte Einreisen festgestellt und rund 13.000 „einreiseverhindernde oder aufenthaltsbeendende Maßnahmen“ vollzog worden, teilte das Ministerium mit. Zudem seien 564 Schleuser festgenommen worden.

Grenzkontrollen zu Österreich laufen noch bis 11. Mai

Die Zahl der unerlaubten Einreisen ging demnach bundesweit von rund 21.000 im September auf etwa 6700 im Januar zurück. „Unsere Maßnahmen wirken“, bilanzierte Faeser. Die Kontrollen wären ohne die nun verkündete Verlängerung Mitte Mai ausgelaufen. Bis vorerst zum 11. Mai laufen laut Ministerium die schon länger existierenden Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze.

Auch die Nachbarländer haben ihrerseits teilweise Grenzkontrollen zu den ihnen benachbarten Ländern eingeführt, Österreich etwa an der Grenze zu Ungarn, Tschechien an der zur Slowakei.

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