Die griechische Privatinsel Makri im Ionischen Meer soll im November 2026 für einen Startpreis von 247.000 Euro versteigert werden. Vor vier Jahren war die Insel noch für acht Millionen Euro angeboten worden, wie die griechische Zeitung Protothema berichtete. Inzwischen wurde der Preis deutlich herabgesetzt.
Makri ist unbewohnt und weist nur verlassene Gebäudereste auf. Dazu zählen ein kleines Haus, eine Zisterne und eine Kapelle. Die Insel gehört zur Inselgruppe der Echinaden und ist nach Angaben der Zeitung die fünftgrößte des Archipels.
Preisverfall nach mehreren Bewertungsverfahren
Mehrere Bewertungsverfahren und Auktionsversuche seit 2022 ließen den Startpreis auf nunmehr 247.000 Euro absinken. Hintergrund sei laut „Protothema“ die zunächst ungeklärte Frage gewesen, ob für Käufer Nutzungsauflagen bestehen. Auf internationalen Immobilienplattformen war die Insel einst mit dem Hinweis vermarktet worden, sie verfüge über einen ausgereiften planungsrechtlichen Rahmen und könne ein Fünf-Sterne-Hotel mit Suiten und Luxusvillen beherbergen.
Inzwischen ist klar: Die Auflagen bestehen – und sie sind streng. Die Insel sei als Privatwald eingestuft und liege innerhalb eines Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung sowie eines besonderen Schutzgebiets, berichtet Protothema. Erlaubt seien lediglich landwirtschaftliche Nutzung, Beweidung und minimale Infrastruktur. Der Nachrichtensender Euronews verweist zudem auf den Schutzstatus durch das EU-Schutzgebietsnetz Natura 2000. Große Hotelprojekte sind damit ausgeschlossen.
Eine felsige Küste mit klarem, türkisfarbenem Wasser erwarten den Käufer der Insel Makri.
© Ralf Adler/imago
Versteigerung im November
Ausgelöst wurde die Versteigerung von drei Privatpersonen aus Chios, denen der Eigentümer seit 2015 insgesamt 60.000 Euro schuldet, so Protothema. Weitere Gläubiger erheben offenbar zusätzliche Forderungen gegen die Insel.
Die Versteigerung ist der Zeitung zufolge für den 13. November 2026 angesetzt. Bis zum Termin könnten noch rechtliche Einsprüche erhoben werden, die das Verfahren aussetzen oder verändern könnten.
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