Stallbrand

Großbrand in Bayern: Rund 1600 Schweine sterben in Stall bei Ried – Kripo ermittelt

Nach dem nächtlichen Brand eines Schweinestalls bei Ried laufen die Nachlöscharbeiten. Rund 350 Helfer waren im Einsatz, die Brandursache steht noch nicht fest.

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Im Landkreis Aichach-Friedberg ist ein großer Schweinestall komplett abgebrannt.

Im Landkreis Aichach-Friedberg ist ein großer Schweinestall komplett abgebrannt.

© Jason Tschepljakow/dpa

Bei einem Großbrand auf einem Bauernhof zwischen Ried und Hörmannsberg im Landkreis Aichach-Friedberg sind nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR24) rund 1600 Schweine verendet. Das Feuer war am Donnerstagabend in dem Stall ausgebrochen und hatte auch eine benachbarte Getreidelagerhalle erfasst. Beide Gebäude wurden zerstört.

Feuer unter Kontrolle, Ursache noch offen

Nach BR24-Informationen brachten die Einsatzkräfte die Flammen in der Nacht unter Kontrolle, am Freitagmorgen dauerten die Nachlöscharbeiten an einzelnen Glutnestern noch an. Für Anwohner bestehe keine Gefahr mehr, hieß es. Zu Beginn des Einsatzes hatte sich eine große Rauchsäule gebildet, weshalb die Bevölkerung über die Warn-App NINA informiert worden war.

Warum das Feuer ausbrach, ist nach Angaben eines Polizeisprechers noch unklar. Hinweise auf Brandstiftung gebe es bislang nicht. Auch die Höhe des Sachschadens konnten die Ermittler zunächst nicht beziffern. Die Kriminalpolizei soll die Ermittlungen am Vormittag aufnehmen.

350 Einsatzkräfte im Einsatz

Insgesamt waren nach BR24-Angaben rund 350 Einsatzkräfte an dem Bauernhof im Einsatz. Den Feuerwehrleuten gelang es, einen nahe gelegenen Heizöltank mit rund 20.000 Litern Fassungsvermögen sowie eine Getreidetrocknungsanlage vor den Flammen zu schützen.

Zahlreiche Landwirte unterstützten die Feuerwehr und brachten mit ihren Traktoren große Wassertanks zur Einsatzstelle. Teile der Stallwände wurden mit einem Bagger eingerissen, um an dahinterliegende Glutnester zu gelangen.

Nach Einschätzung des Kreisbrandrats hat kein Tier den Brand überlebt. Die Überreste des Stalls waren nach seinen Angaben zunächst nicht betretbar. Menschen kamen nach Angaben der Einsatzkräfte nicht zu Schaden.

Die zunächst gesperrte Staatsstraße 2052 ist nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Nord inzwischen wieder freigegeben. Die Löscharbeiten dauerten weiter an, teilte die Polizei am Freitag mit.

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