Dominikanische Republik

Großbrand beschädigt Karibikresort Viva Wyndham Dominicus Beach schwer

Eine Tote, mehrere Verletzte: In der Dominikanischen Republik waren Feuerwehren aus mehreren Orten stundenlang im Einsatz. Die evakuierten Urlauber kamen in Nachbarhotels unter.

2 Min
Der Dominicus-Strand in Bayahíbe liegt in der südöstlichen Ferienregion der Dominikanischen Republik.

Der Dominicus-Strand in Bayahíbe liegt in der südöstlichen Ferienregion der Dominikanischen Republik.

© imago

In der Dominikanischen Republik hat ein Großbrand am Freitag das Strandresort Viva Wyndham Dominicus Beach im Badeort Bayahíbe an der südöstlichen Karibikküste schwer beschädigt. Nach Angaben des nationalen Krisenzentrums COE wurden rund 1690 Gäste aus der Anlage gebracht, darunter 177 Kinder und 21 Kleinkinder. Eine italienische Touristin kam ums Leben.

Das Feuer brach nach Angaben des dominikanischen Fernsehsenders Noticias SIN gegen 11.00 Uhr Ortszeit in einem Bereich mit Dächern aus Palmstroh aus und griff rasch um sich. Die staatliche Notfallbehörde DAEH identifizierte die Tote als eine 46-jährige Italienerin. Sie sei zunächst von Einsatzkräften des Rettungsdienstes versorgt und anschließend in ein Krankenhaus in La Romana gebracht worden, wo sie ihren Verletzungen erlag, berichtete Noticias SIN. Erste Angaben deuteten auf eine Rauchvergiftung hin.

Nach Mitteilung der DAEH wurden drei weitere Menschen in medizinische Einrichtungen gebracht, sechs Personen wurden vor Ort behandelt.

Palmdächer und Wind begünstigten Ausbreitung

Zur Brandursache laufen Ermittlungen. Erste Beobachtungen sprächen dafür, dass sich das Feuer wegen der leicht entzündlichen Dachstrukturen aus Palmstroh und wegen der Windverhältnisse rasch ausgebreitet habe, teilte das COE mit.

Bilder lokaler Medien zeigten nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters dichte schwarze Rauchwolken über der Küste. Feuerwehren aus der Region waren laut der dominikanischen Tageszeitung Diario Libre über mehrere Stunden im Einsatz. Unterstützung kam dem COE zufolge auch vom Zucker- und Tourismuskonzern Central Romana Corporation und vom internationalen Flughafen Punta Cana, die mit eigenen Löschmitteln eingriffen.

Gäste in Nachbarhotels untergebracht

Die evakuierten Urlauber wurden nach Angaben von COE-Direktor Juan Manuel Méndez in nahe gelegene Hotels gebracht. Die Maßnahme sei vorsorglich erfolgt, um die Sicherheit der Gäste während der Löscharbeiten zu gewährleisten, sagte Méndez der Zeitung Diario Libre.

Der Tourismus in Bayahíbe und der Umgebung laufe normal weiter, teilte das COE mit. Die Dominikanische Republik ist nach Reuters-Angaben das beliebteste Urlaubsziel der Karibik und zählte in den ersten fünf Monaten dieses Jahres rund 5,6 Millionen Besucher.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema