Der gemeinnützige Verein Frieda e.V. in Friedrichshain, ein Beratungszentrum für Frauen, steht seit einiger Zeit in der Kritik. Einzelne Mitarbeiter des Vereins sollen sich in der Vergangenheit antisemitisch geäußert haben. Der Stadtrat für Jugend und Gesundheit, Max Kindler, hat die Leistungsverträge für den Betrieb der Einrichtungen „Phantalisa“ und „ALIA“ daher außerordentlich gekündigt. Die Kündigung erfolgte laut einer Mitteilung auf der Webseite der Grünen Friedrichshain-Kreuzberg ohne Absprache und Diskussion mit dem Jugendhilfeausschuss (JHA) und wurde als intransparent kritisiert.
Die Grüne-Fraktion in der BVV betont, dass die von Kindler im Kündigungsschreiben vorgebrachten schwerwiegenden Vorwürfe des Antisemitismus gegen einzelne Mitarbeiter des Trägers Frieda e.V. vollständig aufgeklärt werden müssen. In einer Sitzung des JHA am Donnerstag wurde kein Beschluss zu Frieda e.V. verabschiedet, nach über vierstündiger Diskussion der Entscheidung von Stadtrat Kindler.
Vito Dabisch und Olja Koterewa, Mitglieder im Jugendhilfeausschuss, betonen, dass während der Aufklärung der Vorwürfe gegen Frieda e.V. die betroffenen Mädchen und jungen Frauen nicht die Leidtragenden sein dürfen. Sie fordern eine schnellstmögliche Wiederaufnahme des Betriebs der betroffenen Einrichtungen, um Unterbrechungen in der Betreuung und im Angebot für die betroffenen Mädchen und jungen Frauen zu verhindern.
Quelle: Webseite von Bündnis 90/Die Grünen KV Friedrichshain-Kreuzberg
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