Die Idee, Waren und Güter auf den vorhandenen Gleisen der Berliner Straßenbahn zu transportieren, hat im Abgeordnetenhaus von Berlin zu Diskussionen geführt. Wie der CDU-Abgeordnete für Pankow, Johannes Kraft, auf seiner Facebook-Seite mitteilte, wurde im Haushalt Geld für eine Potenzialanalyse der Güterstraßenbahnen eingeplant. Kritik daran gab es von den Grünen.
Laut Kraft könnte durch den Einsatz von Güterstraßenbahnen die Verkehrssicherheit erhöht, der LKW-Verkehr reduziert und so die CO2-Emmissionen verringert werden. Insbesondere im Osten Berlins gibt es Kraft zufolge ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz zwischen Außenring und Innenstadt. Als Beispiel nannte er Einzelhändler am Alexanderplatz, die direkt von der Greifswalder Straße aus beliefert werden könnten.
Die Grünen im Abgeordnetenhaus sehen das jedoch anders. In einer Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses sagte die Grünen-Politikerin Oda Hassepaß, dass es viele offene organisatorische Fragen bei der Umsetzung einer Güterstraßenbahn gebe, etwa wo und wie die Waren ein- und ausgeladen werden sollen. Außerdem sei das Tram-Netz der BVG schon jetzt stark ausgelastet. Kraft kritisierte während der Sitzung die Haltung der Grünen und betonte, seine Partei werde sich weiterhin für nachhaltige Verkehrsprojekte einsetzen.
Quelle: Johannes Kraft, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin auf Facebook
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