In der jüngsten Sendung von Markus Lanz sorgte die Aussage der Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge für Diskussion. Sie behauptete, Migration spiele für den Aufstieg der AfD keine Rolle.
Ursprünglich sprach der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel davon, dass es eine neue Strategie brauche, um die Wählerstärke der AfD zu reduzieren. Schließlich hätte die Ausschluss-Taktik das Gegenteil bewirkt und der AfD noch mehr Wähler in die Arme getrieben. Im Politbarometer des ZDF kommt die AfD der Union immer näher. Grünen-Chefin Dröge aber widersprach.
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In ihrer Erläuterung, welche Ursachen dem europaweiten Rechtsruck zugrunde lägen, war von „Falschinformationen, gezielten Spaltungskampagnen von Russland und sämtlichen Krisen wie Kriegen und Streit in der Politik“ die Rede. Irritiert unterbrach Lanz sie.
„Sie sagen, es braucht eine ehrliche Analyse, aber das Wort Migration fällt in Ihrer Analyse kein einziges Mal. Was sagt Ihnen das selbst?“
Dröge sieht Migration nicht als Grund für AfD-Aufstieg
Dass die Migration zu Problemen geführt habe, die beantwortet werden müssen, gestand sie ein, Geflüchtete sollten deshalb jedoch keinesfalls zu Sündenböcken gemacht werden. Dröge argumentierte, dass es bereits früher heftige Debatten über Migration in Deutschland gegeben hätte. Ein Zusammenhang zwischen der Migrationsdebatte und der AfD lasse sich nicht herstellen.
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„Sie sagen, das hat nichts miteinander zu tun? Ich bitte Sie!“ Lanz rief in Erinnerung, dass die AfD 2015 auf gerade mal drei Prozent der Stimmen kam und die großen Flüchtlingswellen in den Folgejahren eindeutig mit einem Anstieg der Wählerstimmen verknüpft seien.
Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel stimmte zu: „Es gibt einen festen Zusammenhang, ob wir es wollen oder nicht. Zu sagen, das hat nichts miteinander zu tun, ist eine komplett falsche Analyse!“ Merkel betonte, dass die Probleme der Migrationsdebatte, „gesellschaftsverträglich“ gelöst werden müssten, um das Vertrauen in die Politik wiederherzustellen.
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