PRENZLAUER BERG. Die Wohnungsbaugesellschaft GSW will ein zweites Mal Briefe an die Mieter der Wohnsiedlung "Grüne Stadt" an der Greifswalder Straße schreiben und sie über die geplante Modernisierung ihrer Siedlung informieren. "Uns ist es bisher nicht gelungen, einigen Mietern die Ängste zu nehmen", sagt Thomas Zinnöcker, Vorsitzender der GSW-Geschäftsführung. Das soll durch neue Formulierungen und Erklärungen des geplanten Baugeschehens passieren.Wie berichtet, hatte das Unternehmen den Mietern von 500 Wohnungen kürzlich angekündigt, dass sich nach einer Modernisierung die Miete für ihre Wohnung um maximal 2,60 Euro erhöhen könne. Viele Mieter befürchten, dann ihre Wohnung verlassen zu müssen, weil sich ihre Miete fast verdoppeln würde und sie für sie unbezahlbar wäre. Der Mieterverein kritisierte, die angekündigte Erhöhung sprenge den Rahmen des bisher Üblichen.In etwa 500 Wohnungen im Viertel an der Greifswalder Straße sollen ab Frühjahr 2006 neue Heizungen, Warmwasser- und Elektroleitungen verlegt werden. Viele Wohnungen haben noch Öfen und alte Gasheizer. Überwiegend alte Menschen wohnen zu günstigen Mieten darin. "Sie haben sich im Laufe der Jahre an Zustände gewöhnt, die heute niemand mehr akzeptieren würde", sagt Zinnöcker.So genannte Modernisierungsberater sollen jetzt in Gesprächen mit den Mietern herausfinden, was in den Wohnungen gemacht werden soll. "Die Mieter können über den Preis der Modernisierung entscheiden", sagt Zinnöcker. In der Regel würde sich die Miete um 1,50 Euro erhöhen, wenn nur Heizung, Warmwasser und Elektrik erneuert werden. Bei einer Komplettmodernisierung mit Kacheln und Fliesen kann die Miete um 2,60 Euro steigen. Den Mietern wird auch angeboten, ihre Wohnung zu kaufen.Am 24. November stellt die GSW auf einer Sitzung des bezirklichen Bauausschusses ihre Modernisierungspläne für das Wohnviertel Grüne Stadt vor. (str.)
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