Pal Dardai ist ein begehrter Mann, kein Wunder! Laut Bild-Zeitung soll der designierte Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln den Ungarn kontaktiert haben, weil man nach der Trennung von Markus Anfang zur neuen Saison einen neuen Chefcoach sucht. Dardai aber soll abgesagt haben.
Aber was passiert bei Hertha BSC, wenn sich Dardai wie angekündigt, erst einmal im Sommer in sein schönes Grundstück am Balaton zurückzieht und über seine Zukunft nachdenkt? Was passiert mit der Mannschaft, deren Architektur er gemeinsam mit Manager Michael Preetz in den zurückliegenden Jahren entworfen und zusammengebaut hat? Wirbelt ein neuer Trainer alles durcheinander? Ist Dardais Traum vom „Mini-Ajax Amsterdam“ bei Hertha dann geplatzt? Setzt der neue Mann vor allem auf erfahrene Leute oder doch auf den starken Hertha-Nachwuchs, wo vor allem in der U17-Mannschaft hoffnungsvolle Talente spielen, die in den nächsten zwei Jahren nach oben streben? Fragen über Fragen.
Auslaufende Verträge
Fakt ist, dass folgende Verträge im Juni auslaufen: Derrick Lukassen (er wird Hertha verlassen), Fabian Lustenberger (wechselt nach 12 Jahren zum Schweizer Meister Young Boys Bern, wo in Gerardo Seoane ein Mann Trainer ist, der als Dardai-Nachfolger gehandelt wurde, aber in Bern bleibt), Jonathan Klinsmann (der Keeper wird Hertha verlassen) und Vedad Ibisevic (der Kapitän steht in Verhandlungen mit Preetz). Ob Marko Grujic, die Leihgabe des FC Liverpool, in Berlin bleibt, ist eher unwahrscheinlich. Zuletzt soll Atlético Madrid Interesse hinterlegt haben…
Niklas Stark (Vertrag bis 2022) wird von einigen Bundesligaklubs umworben. Es heißt der FC Bayern, Dortmund, Leverkusen und RB Leipzig hätten Interesse am Abwehrmann, der bei einem Spitzenklub seine Nationalelf-Ambitionen besser ausleben könnte als in Berlin. Auch Valentino Lazaro (Vertrag bis 2021) scheint wechselwillig zu sein. Der AC Mailand und der SSC Neapel werden als Interessenten genannt.
Wie werden sich die jungen Hertha-Profis Arne Maier (Vertrag bis 2022) oder Maximilian Mittelstädt (Vertrag bis 2020) verhalten, wenn ihr großer Förderer Pal Dardai nicht mehr da ist?
Was wird aus zuletzt schwächelnden ehemaligen Leistungsträgern wie Vladimir Darida (Vertrag bis 2021) oder Marvin Plattenhardt (Vertrag bis 2023!)? Hoffen die bei einem neuen Coach auf mehr Einsatzzeiten? Oder treten sie die Flucht aus Berlin an?
David Wagner wird wohl eher Trainer bei Schalke 04 als bei Hertha BSC.
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David Wagner zu Schalke?
Noch immer wird David Wagner als einer der Favoriten auf den Trainerposten in Berlin gehandelt, der von November 2015 bis Januar 2019 ein sogenanntes „Fußball-Märchen“ mit dem kleinen Huddersfield Town in England schrieb und erlebte. Doch der scheint auch in intensiven Gesprächen mit Schalke 04 zu sein. Wagner ist ein sehr begehrter Mann. Glaubt man Informationen der Bild-Zeitung wird sein Weg nach Gelsenkirchen gehen. Dort gehörte er als Reservist 1997 zu den legendären Eurofightern, die unter Huub Stevens den Uefa-Pokal gewannen. Oder reizt ihn doch Berlin?
Egal, ich habe versucht, zu recherchieren, auf welche Typen Wagner als Spieler steht? In England suchte er meist Kicker mit Führungsqualitäten, Teamplayer, auch Profis, die in ihrer Karriere nicht immer erfolgreich waren und noch hungrig auf Erfolg sind. Er setzte auch auf Profis aus der zweiten Reihe mit Potenzial nach oben. Immerhin spielten einige deutsche Profis unter Wagner in Huddersfield wie Christoph Schindler (einst 1860 München), Michael Hefele (Unterhaching, Fürth, Dresden), Chris Löwe (Chemnitz, Dortmund) oder auch der bei Hertha bekannte Elias Kachunga. Schindler und Hefele waren einst Kapitäne bei ihren alten Teams. Dass Wagner unglaublich viel Wert auf Teambuilding legt, ist bekannt. Mit Huddersfield ging er einst vier Tage nach Schweden, um in der Wildnis mit den Profis zu zelten. Ob sich Jarstein, Duda und Co. im Sommer auf ein Zeltlager im Elbsandsteingebirge freuen können? Oder auf ein Biwak am Teufelsberg? Wagner nahm aber auch in ein Trainingslager nach Marbella die Familien der Profis mit…Aber vielleicht kommt ja ein ganz anderer Trainer nach Berlin. Einer, den bisher niemand auf dem Zettel hat.
Hahohe
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