Eine der Hamas nahestehende Sicherheitsbehörde im Gazastreifen hat nach eigenen Angaben einen Palästinenser wegen mutmaßlicher Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst hingerichtet. Das teilte die sogenannte „Resistance Security“ mit. Mehrere Medien, darunter Asharq Al-Awsat, Haaretz und The New Arab, berichteten übereinstimmend über die Erklärung.
Nach Darstellung der Hamas-nahen Behörde soll der Mann, der lediglich mit den Initialen M.M. bezeichnet wurde, Informationen an Israel weitergegeben haben. Ihm wird vorgeworfen, mehrere israelische Angriffe ermöglicht zu haben, darunter auch den Luftangriff im Mai, bei dem der damalige militärische Hamas-Kommandeur Izz al-Din Haddad getötet wurde.
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Hamas berichtet von Geständnis des Festgenommenen
Hamas-nahe Quellen erklärten gegenüber Asharq Al-Awsat, der 47-Jährige sei kurz nach dem Angriff auf Haddad festgenommen worden. Demnach habe er die Vorwürfe eingeräumt und zudem gestanden, Informationen geliefert zu haben, die weitere gezielte Tötungen von Hamas-Mitgliedern ermöglicht hätten. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben bislang nicht. Israel äußerte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht.
Nach Angaben der „Resistance Security“ erfolgte die Hinrichtung erst nach Abschluss aller „revolutionären Verfahren“. Die Behörde erklärte zugleich, dies sei das Schicksal aller Personen, die mit Israel zusammenarbeiteten.
Hamas geht seit Jahren gegen Informanten vor
Die Hamas geht seit Jahren mit äußerster Härte gegen Menschen vor, denen sie eine Zusammenarbeit mit israelischen Sicherheitsdiensten vorwirft. Menschenrechtsorganisationen haben in der Vergangenheit wiederholt außergerichtliche Hinrichtungen mutmaßlicher Kollaborateure kritisiert. Bereits während früherer Gaza-Kriege wurden mehrfach Verdächtige öffentlich oder ohne reguläres Gerichtsverfahren getötet.
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