Israel-Hamas-Krieg

Hamas überrascht: Hatte nicht damit gerechnet, dass „die USA in den Kampf ziehen“

Ein hochrangiges Hamas-Mitglied erklärte gegenüber der Financial Times, die islamistische Bewegung habe nicht mit einer „derartigen Reaktion“ aus Washington gerechnet.

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Ali Barakeh

Ali Barakeh

© Hussein Malla/dpa

Nach ihrem Großangriff auf Israel am 7. Oktober war sich die Hamas der Antwort Israels sicher, war aber überrascht, dass die USA „in den Kampf ziehen“ würden. Dies sagte Ali Barakeh, ranghohes Mitglied des Politbüros der Hamas, gegenüber der Financial Times.

„Eine israelische Antwort? Ja, das haben wir erwartet“, sagte Barakeh, der in Beirut lebt. „Aber was wir jetzt sehen, ist der Eintritt der USA in den Kampf, und damit haben wir nicht gerechnet.“ Zu den von der Hamas am 7. Oktober begangenen Massakern äußerte Barakeh erwartungsgemäß keine Reue. Er sagte, für die Hamas sei dies eine „Verteidigungsoperation“ als Antwort auf die „Verbrechen der Besatzung“ durch Israel.

Außerdem sagte er, dass der Angriff aus dem Gazastreifen „ohne die Hilfe unserer Verbündeten Iran und Hisbollah nicht erfolgreich gewesen wäre“. „Sie unterstützen uns. Sie sind mit uns bis zum Ende“, so Barakeh. Darüber hinaus behauptete er, dass niemand außerhalb des militärischen Flügels der Hamas von dem Angriff wusste, nicht einmal die ranghöchsten politischen Anführer.

Unterstützung durch die USA, Angriffe auf iranische Stützpunkte in Syrien

Nach dem Überfall der Hamas lieferte Washington zusätzliche Munition und schickte zwei Flugzeugträger in das östliche Mittelmeer: die „USS Gerald Ford“, das größte Kriegsschiff der Welt, und die „USS Eisenhower“. Am Wochenende kündigte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin an, dass zudem eine Batterie des Flugabwehrsystems THAAD sowie weitere Einheiten des Patriot-Abwehrsystems in der Region stationiert würden. Zuvor hatte das US-Militär 2000 Soldaten den Befehl gegeben, sich auf einen Einsatz im Nahen Osten vorzubereiten.

Außerdem stellt Washington Israel im Rahmen eines Zehn-Jahres-Abkommens bis 2028 jährlich 3,8 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) an Militärhilfe zur Verfügung.

Am Donnerstag gaben die USA bekannt, dass sie zwei von den iranischen Revolutionsgarden und „verbündeten Gruppen“ genutzte Stützpunkte im Osten Syriens angegriffen haben. Bei den Angriffen handele es sich um „eine Reaktion auf eine Reihe von (…) größtenteils gescheiterten Angriffen auf US-Personal im Irak und in Syrien durch vom Iran unterstützte Milizen“ seit dem 17. Oktober, erklärte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin.

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