Handyfoto mit der Kanzlerin

"Selfie-Mann" lebt in Berlin und wartet auf seine Familie

Vor vier Monaten hat er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel fotografiert, das Bild ging um die Welt. Heute lebt der jesidische Bauer aus dem Irak in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Spandau - und hofft auf Familiennachzug.

BLZ
2 Min
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lässt sich am 10.09.2015 nach dem Besuch der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Berlin-Spandau für ein Selfie zusammen mit dem Flüchtling Schakir Kedida aus Mossul (Irak) fotografieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lässt sich am 10.09.2015 nach dem Besuch der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Berlin-Spandau für ein Selfie zusammen mit dem Flüchtling Schakir Kedida aus Mossul (Irak) fotografieren.

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Merkel als "Schutzpatronin der Jesiden"

An Kedidas Situation habe sich seit dem vergangenen Jahr nichts geändert, sagte eine Sozialarbeiterin, die in dem Heim arbeitet. Kedida selbst erklärte im Interview von „Cicero“, Merkel sei eine „Schutzpatronin der Jesiden“. Sie habe seinem Volk in Deutschland eine neue Heimat geschaffen - nicht für kurze Zeit, sondern für immer. Das Handy-Foto, das ihn mit Merkel zeigt, hat Kedida bis heute nicht gelöscht.

Von Politikern der CSU, der FDP und der AfD war Merkel für ihre Selfies mit Flüchtlingen kritisiert worden. Man warf der CDU-Chefin vor, mit solchen Fotos den Andrang von Asylbewerbern noch verstärkt zu haben.

Sie wies diesen Vorwurf zurück und sagte den inzwischen berühmten Satz: „Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“ (dpa)

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