Cum-Ex

Hanno Berger muss zehn Jahre ins Gefängnis – Strafen zusammengezogen

Die Landgerichte Bonn und Wiesbaden hatten den 75-Jährigen einzeln verurteilt. Der frühere Steueranwalt sitzt bereits seit 2022 hinter Gittern.

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Der einstige Finanzbeamte in Hessen gilt als wichtigster Kopf im Cum-Ex-Skandal.

Der einstige Finanzbeamte in Hessen gilt als wichtigster Kopf im Cum-Ex-Skandal.

© Oliver Berg/dpa

Der frühere Cum-Ex-Drahtzieher Hanno Berger ist wegen Steuerhinterziehung zu einer Gesamtstrafe von zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die zuvor vom Bonner Landgericht und vom Landgericht Wiesbaden verhängten Freiheitsstrafen für den 75-Jährigen wurden dafür zusammengezogen. Das sagte ein Sprecher des Landgerichts Bonn. Zuvor hatte der WDR berichtet. Berger sitzt bereits seit 2022 in Haft.

Größter Steuerbetrug der deutschen Geschichte

Über sogenannte Cum-Ex-Deals ließen sich Investoren von Finanzämtern Steuern auf Dividenden erstatten, die gar nicht gezahlt worden waren. Die Geschäfte waren in ihrer Hochphase zwischen 2006 und 2011 bei vielen Banken verbreitet. Der Skandal gilt als größter Steuerbetrug der deutschen Geschichte. Der Steueranwalt Berger gilt als Wegbereiter für die Cum-Ex-Aktiendeals in Deutschland, mit denen der Fiskus nach Schätzungen um mindestens zehn Milliarden Euro geprellt wurde.

Das Bonner Landgericht verurteilte Berger 2022 wegen besonders schwerer Steuerhinterziehung in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren. Das Landgericht Wiesbaden verurteilte ihn wegen schwerer Steuerhinterziehung zu acht Jahren und drei Monaten. Beide Strafen wurden nun zu einer Gesamtstrafe verrechnet. (mit dpa)

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