Mit 2:0 führte der 1. FC Union Berlin am Sonnabend in Köln, schien sich einen Spieltag vor Saisonende doch noch eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um den Klassenverbleib und neues Selbstvertrauen zu erspielen.
Dann aber kam der Tabellenvorletzte nicht nur zum Anschlusstreffer und zum Ausgleich, sondern in der Nachspielzeit gar noch zum siegbringenden 3:2. Ein Remis hätte den Eisernen gereicht, um im Saisonfinale zumindest nicht mehr auf Rang 17 abzurutschen. So aber droht am kommenden Wochenende noch der direkte Abstieg.
Ex-Profi Dietmar Hamann (u.a. FC Bayern, FC Liverpool, Manchester City) kritisierte bei Sky das Verhalten der Spieler scharf: „Köln wäre abgestiegen. Das Schlimmste, was passieren kann mit dem 2:2 ist, dass du 16. wirst. Es ist egal, wie alt du bist: Wenn du dein Hirn nicht einschaltest, wenn du spielst, wirst du Probleme bekommen.“ Ganz konkret bezog er sich dabei auf die Tatsache, dass die Berliner nach dem Kölner Ausgleich durch Steffen Tigges (87.) auch weiterhin probierten, das Spiel zu gewinnen. Durch András Schäfer hatten sie unmittelbar vor dem dritten Gegentreffer sogar noch eine gute Gelegenheit dazu.
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Die Ausgangsposition hat sich nun insofern verschlechtert, als dass die Mannschaft von Interimstrainer Marco Grote am Sonnabend (15.30 Uhr) bei einer Heimniederlage gegen den SC Freiburg noch direkt absteigen kann. Wenn der 1. FC Köln im Parallelspiel bei Aufsteiger 1. FC Heidenheim vier Tore aufholt, wäre der erstmalige Abstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr zu vermeiden. Hätte Union den Punkt in Köln mitgenommen, hätte das Team beim Saisonfinale befreit und ohne jeglichen Druck aufspielen können.
Zumindest eine gute Nachricht gab es aus Berliner Sicht zum Abschluss des Wochenendes noch: Weil der VfL Bochum sein Heimspiel mit 0:5 gegen Bayer Leverkusen verlor, ist auch der Tabellen-14. für die Grote-Elf noch erreichbar. Bei einem Sieg gegen Freiburg und einer gleichzeitigen Niederlage des 1. FSV Mainz 05 (beim VfL Wolfsburg) oder Bochum (bei Werder Bremen) wären die Köpenicker direkt gerettet und würden im August in ein sechstes Jahr in der Fußball-Bundesliga gehen.
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