USA

Harvey Weinstein droht, zu ersticken: Gesundheit soll sich rapide verschlechtern

Eigentlich sitzt der Filmmogul, der die #MeToo-Debatte ausgelöst hatte, wegen schwerer Vergehen in Haft. Doch aktuell wird er in einem Krankenhaus behandelt.

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Geht aktuell gegen die Haftstrafe vor: Harvey Weinstein, hier bei einer Verhandlung im vergangenen Jahr.

Geht aktuell gegen die Haftstrafe vor: Harvey Weinstein, hier bei einer Verhandlung im vergangenen Jahr.

© Imago

Rund acht Jahre ist es her, dass die #MeToo-Debatte ins Rollen gekommen war. Unter dem Hashtag berichteten und berichten weltweit vor allem Frauen über sexualisierte Gewalt, Übergriffe, Belästigungen, Alltagssexismus. Eine der größten Bewegungen der vergangenen Jahre wurde vor allem durch die Taten eines Mannes ausgelöst: Harvey Weinstein.

In Los Angeles wurde der Filmmogul, der seine Machtposition über Jahre Frauen gegen Frauen in der Branche ausgespielt haben soll, zu 16 Jahren Haft verurteilt, in einem weiteren Prozess in New York wurde ihm eine Haftstrafe von 23 Jahren auferlegt. Und wenngleich letzterer Prozess wegen Verfahrensfehlern aktuell neu aufgerollt wird, sitzt Weinstein aktuell eigentlich im berüchtigten Gefängnis Rikers Island in New York. Eigentlich.

Zuletzt soll Weinstein zehn Kilo zugenommen haben

Denn seit einigen Wochen befindet sich Weinstein nicht mehr in der Haftanstalt, sondern in einem nahen Krankenhaus. Allein im vergangenen Jahr musste er wegen einer Lungenentzündung, einer Leukämie-Diagnose und für eine Herz-Operation mehrfach ins Krankenhaus. Aktuell, so teilt sein Sprecher gegenüber dem US-Promiportal TMZ mit, verschlechtert sich sein Gesundheitszustand rapide.

Der frühere Hollywood-Produzent soll demnach unter einer schweren Entzündung der Zunge sowie einer starken Gewichtszunahme leiden. Derzeit werde er im Bellevue Hospital in Manhattan medizinisch behandelt. Laut seinem Sprecher habe Weinstein allein in den vergangenen vier Wochen knapp zehn Kilogramm zugenommen; hinzu komme die Entzündung seiner Zunge – laut dem Sprecher gäbe es sogar Befürchtungen, Weinstein könne daran ersticken.

Ein Sprecher wirft der Gefängnisleitung Versäumnisse vor

Der Sprecher macht für den sich immer schneller verschlechternden Gesundheitszustandes Weinsteins auch die Haftbedingungen auf Rikers Island verantwortlich. Das dortige Gefängnis gilt als marode, es herrschten „schreckliche Bedingungen“. Ferner wirft der Weinstein-Vertraute dem Gefängnis gegenüber TMZ Versäumnisse vor.

Es gebe immer wieder Probleme mit der Behandlung Weinsteins, Medikamente würden zu spät verabreicht oder vergessen, Herzrhythmusstörungen würden nicht ausreichend behandelt. Ferner würde Weinstein, dessen Mobilität stark eingeschränkt ist, in seinen Bewegungsabläufen nicht unterstützt.

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