Das neue House of Games wird das Lux Berlin in der Nähe der Warschauer Brücke beziehen. Das meldet der RBB und beruft sich auf Kreise der Spieleindustrie. Bisher war der neue Standort des Hauses der Spiele streng geheim und sollte erst am Dienstagmittag bei einer Veranstaltung vor Ort bekannt gegeben werden.
Eröffnet werden soll das House of Games aber erst im Frühjahr 2026 mit einer Fläche bis zu 15.000 Quadratmetern im historischen Bürogebäude neben dem Lux-Tower. Der bekannte Turm mit dem LED-Werbeband gehört nicht zum House of Games, soll aber laut RBB-Informationen bei wachsendem Bedarf mit angemietet werden können.
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Spieleentwickler in Berlin sollen sich im House of Games ansiedeln
Das House of Games soll der zentrale Anlaufpunkt für die gesamte Games- und Creative-Tech-Branche Berlins werden. Bereits bekannt sei, dass der französische Spieleentwickler Ubisoft Ankermieter wird. Die Franzosen sind bekannt als Produzenten von Serien wie „Far Cry“ und „Assassin’s Creed“. Außerdem sollen sich weitere mittelgroße und kleine Spielefirmen aus Berlin dort ansiedeln, auch viele sogenannte Indies, also unabhängige, kleinere Spieleentwickler, die zum Beispiel im E-Sport-Segment unterwegs sind.
Im House of Games sollen sich Entwickler für Video- und Computerspiele und Games-Start-ups flexibel kleine und große Büroräume anmieten können, um etwa ihre Produkte bis zur Marktreife zu bringen. Den Unternehmen stehen dabei neben klassischen Konferenz- und Arbeitsräumen auch Flächen für Produktpräsentationen, Podcast-Studios und eine Cafeteria zur Verfügung.
Spielindustrie-Verbände und ein Museum sollen neues Domizil bekommen
Für die Games-Branche werde das House of Games „ein One-Stop-Shop, der bundesweite Relevanz hat“, sagte die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag im RBB24 Inforadio. Zunächst muss das Lux-Gebäude umgebaut werden, was bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll.
Ebenfalls einziehen sollen die Verbände Medianet und Game, die in einem Steuerungskreis maßgeblich an der Entwicklung mitgewirkt haben und vor allem Netzwerke für Start-ups im House of Games anbieten wollen. Das Management des House of Games übernehme die landeseigene Wista, die auch für den Campus Adlershof verantwortlich ist. Wenn eine Finanzierung gefunden wird, soll auch das Computerspielemuseum, das bislang an der Karl-Marx-Allee zu Hause ist, einziehen.
Das als „Lux House“ vermarktete Gebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und viele Jahre für die Produktion von Glühlampen genutzt. Zu DDR-Zeiten wurde das einstige Werk von Osram in „VEB Narva Kombinat Berliner Glühlampenwerk“ umbenannt. Das Land Berlin habe 4,6 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt.
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