Streit um Hausarztverträge

Erst zum Hausarzt, dann zum Facharzt? Warum die Techniker Krankenkasse jetzt Millionenverträge kündigt

Die Bundesregierung will das Primärarztprinzip einführen. Ausgerechnet jetzt kündigt die größte Kasse Deutschlands viele Hausarztverträge. Politisch ist der Schritt brisant.

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Eine Hausärztin misst den Blutdruck eines Patienten: Die TK stellt den Nutzen von Hausarztverträgen infrage.

Eine Hausärztin misst den Blutdruck eines Patienten: Die TK stellt den Nutzen von Hausarztverträgen infrage.

© Maurizio Gambarini/dpa

Die Techniker Krankenkasse (TK) stellt ein Modell infrage, das nach dem Willen der Bundesregierung eigentlich zur Blaupause für die medizinische Versorgung der Zukunft werden soll. Deutschlands größte gesetzliche Krankenversicherung hat 14 Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung zum 31. Dezember gekündigt. Sie sollen nach dem Willen der TK aber neu verhandelt werden.

Betroffen sind unter anderem Berlin und Brandenburg, ausgenommen lediglich Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Dort gelten separate Verträge.

Für Patienten klingt das erst einmal dramatischer, als es im Alltag ist. Wer als TK-Versicherter in einem Hausarztprogramm eingeschrieben ist, muss nicht sofort eine neue Praxis suchen. Das sind immerhin etwa eine Million Menschen.

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