Haushalt 2025

Haushaltsstreit: Jetzt müssen die Ampel-Minister sagen, welchen Kollegen sie etwas wegnehmen wollen

Im nächsten Haushalt klafft eine Lücke von 30 Milliarden, Grünen- und SPD-Minister fordern aber mehr Geld. Ist das Verhandlungstaktik oder Wahlkampf?

5 Min
Wollen Christian Lindners Kürzungspläne nicht hinnehmen: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne).

Wollen Christian Lindners Kürzungspläne nicht hinnehmen: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne).

© Michael Kappeler/dpa

Die Minister der Ampel-Koalition dachten einmal: Für jedes ihrer Projekte ist schon irgendwie Geld da. Sie schufen ein Sondervermögen nach dem anderen, zweckentfremdeten Corona-Hilfen, missachteten die Schuldenbremse. Dann urteilte das Bundesverfassungsgericht: Das ist verfassungswidrig. Jetzt klafft eine 30-Milliarden-Lücke im Bundeshaushalt für das kommende Jahr, eigentlich müssten alle Ministerien sparen.

Doch mehrere Ministerien, die von der SPD und den Grünen geführt werden, sehen das nicht ein. Sie legten Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) am Donnerstag sogar Forderungen vor, die ihr bisheriges Etat zum Teil weit überstiegen. Die Berliner Zeitung wollte von ihnen wissen: Wozu brauchen sie mehr Geld?

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