USA

Hawk Fire: Flammen bedrohen Nevadas Glücksspielmetropole Reno

Ein sich rasch ausweitender Brand rückt auf den Uni-Campus von Reno zu und treibt Tausende Haushalte in die Flucht. Nevadas Gouverneur mobilisiert die Nationalgarde.

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Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen das Hawk Fire bei Reno.

Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen das Hawk Fire bei Reno.

© Daniel Brown/imago

Der Waldbrand mit dem Namen Hawk Fire hat sich in der Nacht zum Sonntag von den Ausläufern der Sierra Nevada bis an den Stadtrand von Reno ausgebreitet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP wurden knapp 14.000 Haushalte zur sofortigen Evakuierung aufgefordert. Die Evakuierungszone reiche bis an den Rand des Campus der Universität von Nevada. Das Feuer sei auf eine Fläche von mehr als 42 Quadratkilometern angewachsen.

Blick auf die Skyline von Reno im US-Bundesstaat Nevada

Blick auf die Skyline von Reno im US-Bundesstaat Nevada

© Pond5/imago

Reno ist mit rund 284.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Bundesstaates Nevada und gilt neben Las Vegas als eines der Zentren der US-Spielbankenbranche.

Notstand und Nationalgarde

Nevadas Gouverneur Joe Lombardo rief für den Bezirk Washoe den Notstand aus. Laut dem Sender KOLO 8 forderte er die Menschen in den betroffenen Gebieten auf, den Anordnungen der Behörden zu folgen und sie bei einer entsprechenden Aufforderung sofort zu verlassen. Alle staatlichen Stellen würden über das Notfallzentrum in Nevada die örtlichen Kräfte unterstützen.

Der Gouverneur mobilisierte zudem die Nationalgarde. Hubschrauber sollen die Löscharbeiten aus der Luft unterstützen, 60 Soldaten sichern nach AP-Angaben evakuierte Wohngebiete ab. Bereits Anfang August hatten drei Waldbrände nördlich von Reno mehr als 13.000 Menschen aus ihren Wohnungen vertrieben.

Rund 400 Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehr in Reno teilte mit, das Feuer sei am Samstag ausgebrochen und im Tagesverlauf durch böigen Wind, geringe Luftfeuchtigkeit und trockene Vegetation stark angewachsen. Rund 400 Einsatzkräfte lokaler, bundesstaatlicher und bundesweiter Behörden seien im Einsatz.

„Die vom Wind angetriebenen Feuer bewegen sich sehr schnell auf unsere Wohngebiete zu“, sagte Feuerwehrchef Richard Edwards in einer über soziale Medien verbreiteten Videobotschaft.

Im Bezirk Washoe waren nach AP-Angaben fast 10.000 Haushalte und Betriebe ohne Strom, Teile der Fernstraße U.S. Route 395 wurden gesperrt. Die Bezirksverwaltung richtete im Reno-Sparks Convention Center, einem großen Kongresszentrum der Stadt, eine Notunterkunft ein. Sheriff Darin Balaam sagte, für ein nahegelegenes Gefängnis lägen Pläne für eine mögliche Räumung vor.

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