Sie war eine der wenigen Prominenten, die früh und offen darüber sprachen. Im September 2015 füllte die US-Schauspielerin Hayden Panettiere für die Zeitschrift Us Weekly einen Fragebogen aus und schrieb hinein, sie habe nach der Geburt ihrer Tochter an einer postpartalen Depression gelitten.
Wenige Wochen später begab sie sich in Behandlung, im Mai 2016 ein zweites Mal. In einer Talkshow räumte sie damals mit einem Missverständnis auf, das ihr immer wieder begegnet sei: Viele dächten bei einer Wochenbettdepression an Mütter, die ihrem Kind schaden wollten. Sie selbst habe solche Gefühle nie gehabt. Das Spektrum sei viel breiter, als die meisten annähmen.
Am Sonntag ist Hayden Panettiere im Alter von 36 Jahren in South Carolina gestorben. Die Polizei in Greenville teilte mit, die vorläufigen Ermittlungen hätten keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden ergeben; die Untersuchung dauert an. Eine Todesursache ist bislang nicht bekannt.
Ein Zusammenhang mit ihrer Erkrankung, die mehr als ein Jahrzehnt zurückliegt, ist nicht belegt und wird auch von niemandem behauptet. Was bleibt, ist die Aufmerksamkeit, die sie einem Krankheitsbild verschafft hat, über das in Deutschland noch immer viele Betroffene schweigen.
Ratgeber
Wochenbettdepression: Babyblues oder Krankheit? Woran Angehörige den Unterschied erkennen
Hayden Panettiere sprach offen über ihre postnatale Depression, zuletzt in ihrer Biografie. Die Ursache ihres Todes ist bislang unbekannt.
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Eine Mutter kuschelt mit ihrem Baby. Ein Babyblues ist nicht schlimm, eine Wochenbettdepression behandlungsbedürftig.
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