Gesundheit

Ausbildung und Studium: Hebammen fordern Gleichstellung der Abschlüsse

Vor einem Jahr wurde die Ausbildung der Hebammen akademisiert. Seitdem gilt: Wer Hebamme werden will, muss ein Bachelorstudium absolvieren.

Team News Eva Maria Braungart dpa/eb
2 Min
Hebammen fordern die Gleichstellung der Ausbildung mit dem neuen Bachelor-Abschluss (Symbolbild).

Hebammen fordern die Gleichstellung der Ausbildung mit dem neuen Bachelor-Abschluss (Symbolbild).

© dpa/Annette Riedl

Ausbildung der Hebammen wurde 2020 akademisiert

Der Verband fürchtet eine drohende Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Hebammen und Nachteile für Kolleginnen mit einer altrechtlichen Ausbildung. «Schon jetzt tritt ein, was wir verhindern wollten: Kliniken bieten Hebammen mit Bachelor-Abschluss mehr Geld, obwohl sich die Tätigkeiten nicht unterscheiden», sagt die Präsidentin. Seit dem 1. Januar 2020 müssen künftige Hebammen ein Bachelorstudium absolvieren. Jede Hebamme, die eine Ausbildung absolviert und Berufserfahrung hat, kann laut Verband studieren und sich dafür die Ausbildung zum Teil anerkennen lassen.

Mehr als 20 Jahre hat es gedauert, bis die Ausbildung der Hebammen in Deutschland angehoben wurde. Vor mehr als einem Jahr trat das neue Hebammengesetz in Kraft und die Ausbildung wurde akademisiert. Seitdem gilt grundsätzlich: Wer Hebamme werden will, muss ein Bachelorstudium absolvieren. Deutschland war damit das letzte Land in der Europäischen Union, das die Hebammenausbildung akademisiert hat. Damit es kurzfristig keinen Engpass bei der Hebammenausbildung gibt, hat der Gesetzgeber jedoch Übergangsregelungen für die Ausbildung an Schulen beschlossen: Bis Ende 2022 können Hebammenschulen noch neue Kurse starten. Bis 2027 müssen alle Hebammen diese Ausbildung dann abgeschlossen haben.

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