Berlinale Special Gala

„Heldin“ mit Leonie Benesch: Diesen Film sollte jeder sehen

Anderthalb Stunden aus dem Leben einer Krankenschwester: Dieser Spielfilm von Petra Volpe ist ein gesellschaftliches Statement – einfach, aber exzellent gemacht. Die Kritik

3 Min
Leonie Benesch in „Heldin“ von Petra Volpe

Leonie Benesch in „Heldin“ von Petra Volpe

© Zodiac Pictures 2025

Handlungsort ist eine Station eines Schweizer Krankenhauses, Handlungszeit nur eine Abendschicht. Das Figurenensemble des Films „Heldin“ von Petra Volpe, der in der Sektion Berlinale Special Gala läuft, ist klein. Es gibt die Krankenpflegerin Floria Lind und eine Kollegin, mit der sie sich die Station teilt, dazu eine Schwesternschülerin. Die Kontakte zwischen ihnen sind sehr kurz. Denn dem Krankenhauspersonal gegenüber stehen mehr Patienten, als die drei wirklich gut versorgen können.

Und dennoch, daher rührt offenbar der Filmtitel, ist Floria bemüht, allen gleichermaßen freundlich zu begegnen, niemanden spüren zu lassen, wie gehetzt sie ist. Leonie Benesch, ein Star seit İlker Çataks „Lehrerzimmer“, spielt diese Hauptrolle mit hoher Konzentration und macht dadurch kleine Veränderungen deutlich. Man sieht sie mit offenem Blick ihren Dienst beginnen. Während sie immer neu bei den Frauen und Männern die Vitalwerte misst, kann man beobachten, wie ihre eigene Vitalität nachlässt.

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