Hennigsdorf

Hunderte Bombardier-Mitarbeiter streiken

Die Produktionsabläufe seien kurzfristig beeinträchtigt worden, hieß es.

BLZ
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Mit Plakaten stehen am 08.01.2018 in Hennigsdorf Bombardier-Mitarbeiter vor dem Werktor. 

Mit Plakaten stehen am 08.01.2018 in Hennigsdorf Bombardier-Mitarbeiter vor dem Werktor. 

© dpa

Mit einem zweiten Warnstreik in Brandenburg hat die Gewerkschaft IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie erhöht. Am Montagvormittag versammelten sich Bombardier-Beschäftigte vor dem Werkstor in Hennigsdorf (Oberhavel), wie die Gewerkschaft mitteilte. Dem Aufruf seien rund 300 Mitarbeiter gefolgt.

Der Zugproduzent nannte nach eigenen Schätzungen rund 200 Mitarbeiter. Der Warnstreik habe kurzfristig die Produktionsabläufe beeinträchtigt, nachhaltige negative Auswirkungen auf die Produktion gebe es nicht.

Bundesweite Warnstreiks

Bereits am vergangenen Donnerstag hatten Beschäftigte des Auto-Getriebeherstellers ZF Getriebe Brandenburg GmbH in Brandenburg an der Havel die Arbeit niedergelegt. Derzeit gibt es in der deutschen Schlüsselindustrie mit insgesamt 3,9 Millionen beschäftigten Mitarbeitern bundesweit Warnstreiks wegen des Tarifstreits. Die Verhandlungen werden regional geführt. Die dritte Tarif-Verhandlungsrunde ist laut IG Metall für Berlin und Brandenburg am 19. Januar in Berlin geplant.

Die Arbeitgeber waren bislang zu einem Lohnplus von zwei Prozent im April bereit, zudem zu einer Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März. Die IG Metall fordert bundesweit aber unter anderem sechs Prozent mehr Geld.

Bombardier betonte, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr mit der IG Metall und den Betriebsräten ein Konzept für die deutschen Standorte verabschiedet habe. Investiert werde in den digitalen Wandel, die Modernisierung der Standorte und die Qualifizierung der Mitarbeiter. Bis zu 70 Millionen Euro will Bombardier dafür bis 2019 in Deutschland in die Hand nehmen. Es gehe darum, das Unternehmen in Deutschland nachhaltig profitabel zu machen. Das sei die Basis und der erste Schritt für gute Arbeitsplätze, hieß es. Darauf werde die Priorität gelegt. (dpa)

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