Hertha BSC wirft Leverkusen mit einem 2:1-Erfolg im Kampf um einen Platz auf internationaler Bühne zurück

Gegner in Bleiwesten

BLZ
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LEVERKUSEN. Es ging um nichts mehr für Hertha BSC. Es ging nicht um den Kampf gegen den Abstieg, nicht um den Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft. Vielleicht war es diese Ausgangslage, diese Unbeschwertheit, die den Berlinern half am Mittwochabend in Leverkusen. Dort brachten sie Bayer eine Niederlage bei. 2:1 (1:0) besiegten sie die Rheinländer. Denen droht nun ein seltenes Erlebnis. Erstmals seit der Saison 2003/2004 könnte Bayer im Kampf um einen Uefa-Cup-Platz scheitern.Dabei waren die Bedingungen eigentlich günstig gewesen für die Gastgeber. Ihre Arena war ausverkauft, die Bühne bereit für einen Erfolg. Doch es war kein Leverkusener Akteur, der sich erstmals an diesem Abend nachhaltig in Szene setzte. Marko Pantelic wurde in 26. Minute zum Hauptdarsteller bei Herthas 1:0. Sofian Chahed tat es seinem Berliner Teamkollegen in der 68. Minute gleich. Er verwandelte einen Foulelfmeter. Der Anschlusstreffer von Lukas Sinkewiecz in der 90. Minute kam indes zu spät für die Leverkusener. Darüber hinaus muss Bayer in den letzten beiden Saisonpartien ohne Torjäger Stefan Kießling auskommen, der wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah (61.).Bayers Sportdirektor Rudi Völler befand: "Die Spieler spielen, als hätten sie eine Bleiweste an." Das nutzte Pantelic aus. Der Serbe erzielte nach Vorarbeit von Rafael von der Strafraumgrenze seinen 13. Saisontreffer für Hertha. Drei Minuten später hätte er um ein Haar mit einem Drehschuss das 2:0 geschossen, doch Bayer-Keeper Adler parierte. Obwohl die ohne Kapitän Arne Friedrich (Knöchelverletzung) und Patrick Ebert (Leistenzerrung) angetretenen Berliner mit dem 3:1 in Karlsruhe letzte Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt hatten, dachten sie nicht daran, das Spiel bei Bayer herzuschenken.Treffer vom ElfemeterpunktIn echte Verlegenheit kamen sie in den ersten 45 Minuten ohnehin nicht. Die laschen, uninspirierten Leverkusener erarbeiteten sich so gut wie keine zwingende Chance. Zwei Kopfbälle von Kießling (31.) und Sinkiewicz (43.) sowie ein Schuss von Tranquillo Barnetta (32.) waren die magere Ausbeute in der ersten Halbzeit.Nach dem Wiederanpfiff waren die Gastgeber zwar bemüht, durch Einsatz noch einmal das Ruder herumzuwerfen, wirkten in vielen Aktionen aber hilflos und ungelenk. Vorbei waren alle Bemühungen um den Ausgleich, als Chahed nach einem Foul von Bayer-Torwart Adler an Lukasz Piszczek per Elfmeter das 2:0 markierte. Bayer schaffte anschließend nur noch den Anschlusstreffer. (BLZ)------------------------------Foto: Mal Pause machen: Marco Pantelic, Herthas Torschütze zum 1:0.

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