Wikileaks: UN dringen auf Studie zu FoltervorwürfenNach der Veröffentlichung von Geheimdokumenten auf der Internetplattform Wikileaks zum Irak-Krieg haben die UN eine Aufklärung über die Vorwürfe verlangt. Die Akten aus den Jahren 2003 bis 2009 belegen Folterungen durch irakische Sicherheitskräfte mit Duldung der US-Armee, wahllose Tötungen durch US-Soldaten und Übergriffe privater Sicherheitsdienste. Auch ist die Zahl der zivilen Kriegsopfer mit 109000 höher als von der US-Regierung eingeräumt. Tagesthema Seite 2,Leitartikel Seite 4Studie belegt Verstrickung des AußenamtsinHolocaustDas Auswärtige Amt war zu NS-Zeiten tiefer in den Holocaust verstrickt als bisher eingestanden. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstag offiziell vorgestellt wird. Demnach wurden im Amt Dienstreisen von Mitarbeitern mit dem Vermerk "Judenvernichtung" registriert. Der Historiker Eckart Conze, Mitautor der Studie, nennt das Außenamt "verbrecherische Organisation". Die Untersuchung soll für die Ausbildung künftiger Diplomaten genutzt werden. Sie belegt auch, wie sich in das NS-Regime verstrickte Diplomaten nach 1945 im Bundesaußenministerium gegenseitig deckten. Politik Seite 6China erhält mehr Einfluss beim Währungsfonds IWFChinas Einfluss beim Internationalen Währungsfonds (IWF) steigt. Die Finanzminister der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte einigten sich in Südkorea auf eine Neuverteilung der Stimmrechte. IWF-Chef Strauss-Kahn sprach von der größten Reform der IWF-Geschichte. Über die strittigen Währungskurse sollen im November die Staats- und Regierungschefs der G20 beraten. Kommentar Seite 4, Wirtschaft Seite 9
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