Bauruine

Hier tanzte einst die DDR: Warum 58 Luxuswohnungen am Berliner Stadtrand einfach nicht fertig werden

Zu DDR-Zeiten feierten die Ost-Berliner im Ausflugslokal Zur Palme direkt am Wasser. Dann kamen der Abriss – und ein Luxusprojekt, das seit Jahren als Rohbau verrottet.

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Weiße Villen, niemand zu Hause: Die Rohbauten von „Pier Berlin“ stehen seit Jahren unfertig am Dahme-Ufer in Schmöckwitz – wo einst das DDR-Ausflugslokal Zur Palme Hunderte Gäste anzog.

Weiße Villen, niemand zu Hause: Die Rohbauten von „Pier Berlin“ stehen seit Jahren unfertig am Dahme-Ufer in Schmöckwitz – wo einst das DDR-Ausflugslokal Zur Palme Hunderte Gäste anzog.

© Jürgen Ritter/imago

Wer mit der Tram 68 bis zur Endstation fährt, landet dort, wo Berlin aufhört, Berlin zu sein: Schmöckwitz, Wasser auf allen Seiten, Wald dahinter. Und mittendrin, am Ufer der Dahme nahe der Schmöckwitzer Brücke, stehen acht helle Stadtvillen – leer, unfertig, seit Jahren.

„Pier Berlin“ heißt das Projekt, und der Name war Programm: 58 Eigentumswohnungen, 67 Tiefgaragenstellplätze und rund 40 Bootsliegeplätze für Wasserfahrzeuge bis 17 Meter Länge sollten hier entstehen. Fertigstellung: das Jahr 2022. Kaufpreis: ab 380.000 Euro.
Ein älteres Exposé nennt für eine 98-Quadratmeter-Wohnung 670.000 Euro – der Tiefgaragenplatz für 76.000 Euro extra, der Außenstellplatz für 37.500 Euro. Echtholzparkett, Seeblick, Jacht vor der Tür: Hier wurde nicht für Normalverdiener gebaut.

Gebaut wird allerdings gar nicht mehr. Rohbauten, Bauzaunreste, überwucherte Flächen – das ist der Stand im Juni 2026, vier Jahre nach dem versprochenen Einzugstermin.

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