Die Staatsanwaltschaft betonte weiter: „Der Sachverhalt wird nun umfassend geprüft. Ob sich aber überhaupt ein zur Aufnahme von Ermittlungen berechtigender Anfangsverdacht gegen eine Person begründen lassen wird, lässt sich derzeit noch nicht seriös beurteilen.“ Wie die „Bild“-Zeitung am Freitag berichtete, war eine Seniorin am Dienstag in dem Heim gestorben.
Eine Pflegerin hatte in dem Heim in Berlin-Lichtenberg mit mehr als 140 Bewohnern am Montagabend ihre Schicht beenden wollen, dann aber festgestellt, dass die folgende Nachtschicht nicht ausreichend mit qualifiziertem Personal besetzt ist. Sie erreichte die Bereitschaft und die Heimleitung nicht und rief dann in ihrer Not Polizei und Feuerwehr, die auch bald erschienen. Schließlich ließ sich die Leitung doch telefonisch erreichen und es wurde Pflegepersonal geschickt.
Das für das Land Berlin zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales teilte mit: „Die Untersuchungen zu den Vorkommnissen in der Nacht vom 15. auf den 16.04.2024 (...) laufen aktuell“, daher gebe es keine Informationen zu dem Todesfall.
Die Domicil-Unternehmensgruppe, die das Heim betreibt, schrieb zu der aktuellen Entwicklung, man könne sich derzeit leider noch nicht öffentlich äußern. „Wir versichern, allen uns durch die Medienberichte bekanntgewordenen Vorhaltungen nachzugehen sowie Details und Hintergründe sorgfältig aufzuarbeiten.“
Die Lücke im Pflegeplan am Montagabend hatte der Betreiber bedauert und mitgeteilt, wegen eines EDV-Problems sei die Buchung einer Zeitarbeitskraft mit entsprechender Qualifikation nicht wie üblich per Mail verschickt worden.
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