Extremwetter

Bis zu 46 Grad: Rekordhitze überschattet Trumps 250-Jahr-Feiern

Extreme Hitze trifft die USA pünktlich zum Independence Day. Paraden und Feuerwerke fallen aus, Tausende sind ohne Strom – selbst Trumps Jubiläumsfeiern werden beeinträchtigt.

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Besucherinnen fächeln sich bei extremer Hitze auf der Great American State Fair in Washington Luft zu.

Besucherinnen fächeln sich bei extremer Hitze auf der Great American State Fair in Washington Luft zu.

© Jacquelyn Martin/AP/dpa

Eine außergewöhnliche Hitzewelle hat die Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabhängigkeitstag und zum 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten überschattet. In zahlreichen Städten wurden Paraden, Konzerte und Feuerwerke abgesagt oder verschoben. Gleichzeitig gerieten Stromnetze unter Druck, während Millionen Menschen vor gefährlicher Hitze gewarnt wurden.

Nach Angaben des US-Wetterdienstes standen am Freitag mehr als 185 Millionen Menschen unter Hitzewarnungen. In mehreren Regionen wurden gefühlte Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius erwartet.

Trumps Jubiläumsfeiern betroffen

Auch die von US-Präsident Donald Trump unterstützten Feierlichkeiten in Washington blieben nicht verschont. Die „Great American State Fair“ auf der National Mall, die alle 50 Bundesstaaten präsentieren soll, musste am Freitagnachmittag wegen der extremen Temperaturen vorübergehend geschlossen werden. Nach Angaben der Feuerwehr wurden mehrere Besucher wegen hitzebedingter Beschwerden behandelt, mindestens elf Menschen kamen mit Rettungswagen in Krankenhäuser.

Aus Sicherheitsgründen sagten die Organisatoren zudem die traditionelle Independence-Day-Parade ab, die am Samstag stattfinden sollte. Trump will trotz der Hitzewelle wie geplant vor Tausenden Menschen in Washington sprechen. Mit Blick auf die hohen Temperaturen scherzte er, er werde „eine wirklich lange Rede halten, nur um zu zeigen, dass ich alles kann“.

Stromausfälle und Rekordtemperaturen

Die Hitze belastet auch die Energieversorgung. Der Netzbetreiber PJM, der rund 67 Millionen Menschen im Osten der USA versorgt, rief Teilnehmer von Notfallprogrammen zum Stromsparen auf. Grund seien ausgefallene Kraftwerke, überlastete Leitungen und der sprunghaft gestiegene Einsatz von Klimaanlagen.

In New York meldete der Energieversorger Con Edison zeitweise rund 17.000 Haushalte ohne Strom. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Stromverbrauch zu reduzieren. Auf Manhattans Straßen weichten durch die Hitze stellenweise sogar Klebstoffe auf, sodass Schuhsohlen am Asphalt haften blieben.

Paraden und Feuerwerke abgesagt

Nicht nur Washington war betroffen. In Philadelphia wurde die große Jubiläumsparade abgesagt. Auch Gemeinden in New Jersey, Maryland, Colorado und im Bundesstaat New York strichen Veranstaltungen zum Independence Day oder verschoben sie. In Boston durften Besucher das Gelände für das traditionelle Feuerwerk erst Stunden später betreten, um die heißeste Tageszeit zu vermeiden.

Meteorologen rechnen damit, dass sich die Hitzewelle über das Wochenende weiter in den Osten und Südosten der USA verlagert. Gleichzeitig werden in Teilen des Mittleren Westens schwere Gewitter, Hagel, Sturmböen, Sturzfluten und vereinzelt Tornados erwartet.

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