In Hongkong sind bei einem Großbrand in einer Hochhauswohnanlage im Stadtteil Tai Po mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen, wie die Behörden bestätigten. Zudem wurden 16 Menschen schwer verletzt.
Die Feuerwehr konnte bislang keine genauen Angaben dazu machen, wie viele Personen möglicherweise noch in den brennenden Gebäuden eingeschlossen sind. Lo Hiu Fung, ein Mitglied des Bezirksrats von Tai Po, äußerte gegenüber dem Lokalsender TVB die Vermutung, dass es sich bei den Eingeschlossenen überwiegend um ältere Menschen handele.
Die betroffene Wohnanlage Wang Fuk Court umfasst insgesamt acht Wohnhäuser mit jeweils 32 Stockwerken und knapp 2000 Wohnungen, in denen schätzungsweise 4800 Menschen leben. Laut Berichten der South China Morning Post hat sich das Feuer mittlerweile auf alle Gebäude der Anlage ausgebreitet.
Über 1100 Einsatzkräfte vor Ort
Die Gebäude waren zum Zeitpunkt des Brandes für Renovierungsarbeiten mit Baugerüsten aus Bambus eingefasst, über die sich die Flammen rasant ausbreiteten. Hongkong gehört zu den letzten Orten weltweit, an denen Bambus noch in großem Umfang für Baugerüste verwendet wird.
Wie die South China Morning Post weiter berichtete, waren mehr als 760 Feuerwehrleute und 400 Polizisten im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen und Bewohner in Sicherheit zu bringen. Über 700 Menschen suchten Unterschlupf in den von der Stadt eingerichteten Notunterkünften.
Die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion rief Anwohner in der Nähe des Einsatzortes dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und die Gegend um die brennenden Gebäude zu meiden. Außerdem richtete die Hongkonger Polizei einen Telefonservice ein, über den sich die Öffentlichkeit über die Opfer informieren konnte.
Die genaue Ursache des verheerenden Brandes ist bislang noch unklar.
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