Die Fronten sind verhärtet, auch im Berliner Straßenverkehr. Das merkt jeder, der tagtäglich in der Stadt unterwegs ist: Da wird gedrängelt, gehupt, geschrien und über rote Ampeln gefahren, was das Zeug hält. Im Recht ist prinzipiell: immer man selbst.
Als jemand, der viel mit dem Rad und manchmal auch mit dem Auto unterwegs ist, stören mich pauschale Verurteilungen. Ein Bekannter schrieb neulich bei Facebook zum Foto eines Radfahrers, der auf der Straße statt auf dem Radweg unterwegs war: „Darum hasse ich Radfahrer.“ Hass, dachte ich mir, okay. Geht’s nicht auch ’ne Stufe drunter? Wie oft muss ich mich über drängelnde, unachtsame Autofahrer aufregen, die mir zu Leibe rücken? Wer ist hier der Schwächere in der Kette?
Straßenverkehr
Horror-Kreuzung in Berlin-Mitte: Wie mich ein Radfahrer zur Verzweiflung brachte
Drängelei, Rechthaberei, Stinkefinger: Ein Radfahrer legt sich an der Ecke Mollstraße/Prenzlauer mit einem Busfahrer an. Warum Episoden wie diese schwer erträglich sind.
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Ecke Mollstraße/Prenzlauer Allee: Hier herrscht alltags viel Verkehr – und wenig Rücksicht.
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