Wir fahren durch das alte Werkstor des EKO in Eisenhüttenstadt, das ist schwerindustrielles Selbstbewusstsein in neun massiven Betonsegmenten, errichtet wie für die Ewigkeit. Dazwischen spannt sich ein Stahlhohlkörper, auf dem stand ursprünglich „VEB Bandstahlkombinat Hermann Matern“. Das Tor ist von 1988, da blieb noch ein Jahr, bis mit der DDR auch das Eisenhüttenkombinat zu verschwinden drohte. Dabei war die ganze Stadt einst für das Stahlwerk entstanden, auf dem Reißbrett entworfen, eine sozialistische Planstadt.
Theater
„Hüttenwerk“ im Eisenbahntheater: Frauen gehören nicht auf den Kran, glaubte der Westen
Männer in Stahlschmelzer-Montur, Frauen in DDR-Dederon-Schürzen: In Frankfurt (Oder) widmet sich das Eisenbahntheater der Geschichte des Stahlwerks Eisenhüttenstadt.
Kerstin Decker
6 Min
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Jens-Erwin Siemssen (l.), Regisseur und Autor, mit seinen Darstellern auf dem Gelände des Stahlwerks ArcelorMittal
© dpa