Die Deutsche Bahn und der Technologiekonzern Siemens haben nach langer Verzögerung die neuesten ICE-Züge vorgestellt. Der neue ICE 3 biete den Kunden „ein echtes Plus“ bei Service und Komfort, lobte Bahn-Vorstand Andreas Busemann. Er verwies auf die neuen Deckenmonitore mit aktuellen Reiseinformationen und eine bessere Einrichtung für Fahrgäste mit Behinderungen. Die ersten vier Züge der neuen Baureihe sind seit Dezember für die Bahn unterwegs – rund zwei Jahre später als ursprünglich erhofft.
Im ICE 3, der weniger Energie als der Vorgänger verbraucht, gibt es 444 Sitzplätze, davon 111 in der ersten Klasse. Äußerlich sind im Vergleich zum Vorgängermodell die „Kopfform“ und das Dach anders gestaltet. Für Rollstuhlfahrer gibt es für das Einsteigen einen Hublift, zudem wurde der für Rollstühle vorgesehene Abteilbereich umgestaltet. Für Blinde gibt es ein „taktiles Leitsystem“.
Die vier neuen ICE hatten im Dezember die Zulassung des Eisenbahn-Bundesamtes erhalten und sind derzeit vor allem auf der Strecke von Köln über Frankfurt am Main nach Stuttgart unterwegs. Vier weitere Züge soll Siemens bis Ende März an die Bahn übergeben. Alle acht ICE sollen ab Mitte April in den Bahn-Fahrplan integriert werden.
Die Hochgeschwindigkeitszüge hätten eigentlich schon im Oktober 2011 ausgeliefert werden sollen. Doch wegen technischer Probleme und Streit zwischen Bahn, Siemens und dem Eisenbahn-Bundesamt als Aufsichtsbehörde gab es immer wieder Verzögerungen. Siemens testet derzeit weitere ICE 3 in Frankreich und Belgien, um auch dort die Zulassung zu erhalten. (AFP)
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