Monster von Amstetten

„Ich bin ein guter Mensch“: Josef Fritzl schreibt ein Buch und verhöhnt seine Opfer

Josef Fritzl, der seine Familie 24 Jahre lang gefangen hielt, hat ein Buch über sein Leben geschrieben. Er lobt seinen angeblichen Erfolg im Beruf.

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Lebenslang inhaftiert: Josef Fritzl hat seine Tochter 24 Jahre lang in einem Keller unter seinem Haus gefangen gehalten.

Lebenslang inhaftiert: Josef Fritzl hat seine Tochter 24 Jahre lang in einem Keller unter seinem Haus gefangen gehalten.

Josef Fritzl hat ein Buch geschrieben. Das berichtet die Gerichtsreporterin Martina Prewein in der österreichischen Kronen-Zeitung. Der 87-jährige Mann, der seine Tochter Elisabeth 24 Jahre lang im Keller gefangen hielt und mit ihr sieben Kinder zeugte, beschreibt sich selbst als „verantwortungsvollen Familienmenschen“ und behauptet, auf ein erfolgreiches Berufsleben zurückblicken zu können.

Laut eigener Aussage habe er auf Dienstreisen „dutzende sexuelle Affären“ gehabt und mit mehreren Frauen Kinder gezeugt. Auf einen Sohn mit einer Afrikanerin sei er besonders stolz, denn der sei heute ein „angesehener Anwalt“.

„Die Abgründe des Josef F.“ soll das Werk heißen, das der lebenslang Inhaftierte gemeinsam mit seiner Anwältin Astrid Wagner verfasst hat. Vor 15 Jahren entsetzten Fritzls Taten die ganze Welt: Über 24 Jahre hielt der Mann seine Tochter in einem Keller unter seinem Haus gefangen und missbrauchte sie unzählige Male.

„In Wirklichkeit bin ich ein guter Mensch“, lautet die verblüffende Behauptung Fritzls. Trotz seiner Verurteilung könne er nicht nachvollziehen, dass seine Frau Rosemarie den Kontakt zu ihm abgebrochen habe.Fritzl behauptet auch, dass der Fall von Kidnapper Wolfgang Priklopil, der Natascha Kampusch entführte, ihn „nachdenklich gestimmt“ und er für sich mit einer „milden Strafe“ gerechnet habe.

Im Buch äußert sich das „Monster von Amstetten“ auch zu seinem Gefängnisalltag und behauptet, Spaziergänge im Hof zu meiden, da „es einige Gefangene gibt, die nur darauf warten, mich verprügeln zu können“. Fritzl hält sich im Vergleich zu seinen Mitgefangenen für etwas Besseres und will sich „nicht mit den meisten auf eine Stufe stellen“. Zudem habe er Hunderte Briefe von Frauen erhalten, die in ihn verliebt seien.

Fritzl spricht auch darüber, nach seiner Entlassung wieder nach Amstetten zurückzukehren, um „dort vielleicht ein kleines Geschäft aufzuziehen“. Derzeit hat er einen Antrag auf Verlegung in den normalen Vollzug gestellt.

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