Möbelriese

Ikea wirft Marabou-Schokolade aus Sortiment – das ist der Grund

In Skandinavien weitet sich der Boykott von Mondelez-Schokoladen aus. Jetzt nimmt auch Ikea sie aus seinen Regalen, besteht jedoch darauf, dass das nicht der Grund sei.

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Eine Ikea-Filiale: Der schwedische Möbelriese hat angekündigt, Marabou- und Daim-Schokoladen aus dem Sortiment zu nehmen.

Eine Ikea-Filiale: Der schwedische Möbelriese hat angekündigt, Marabou- und Daim-Schokoladen aus dem Sortiment zu nehmen.

© Oliver Berg/dpa

Der Möbelriese Ikea hat angekündigt, Produkte von Mondelez aus dem Sortiment zu nehmen will. Dies bedeutet, dass das Unternehmen den Verkauf von Marabou- und Daim-Produkten, die in Ikeas Heimatland Schweden sehr beliebt sind, einstellen wird. 

In Schweden und Norwegen weitet sich derzeit ein Boykott von Produkten des Unternehmens hinter Cadbury's aus. Dutzende von skandinavischen Unternehmen brachen ihre Beziehungen zu Mondelez wegen der im letzten Jahr an die russische Regierung gezahlten Steuern ab. Ikea besteht jedoch darauf, dass der Schritt nicht im Zusammenhang mit dem Boykott stehe. Die Entscheidung sei getroffen worden, weil man versuche, einen Teil der verkauften Produkte durch Eigenmarken zu ersetzen. „Ikea hat sich seit einigen Jahren auf Süßwaren der Marke Ikea konzentriert und seine eigenen Schokoladen- und Süßwarenprodukte weiterentwickelt“, sagte ein Sprecher.

Im Mai nahm die Nationale Agentur für Korruptionsprävention (NACP) der Ukraine Mondelez in ihre Liste der „internationalen Sponsoren des Krieges“ auf. Ihren Angaben zufolge zahlte die russische Tochtergesellschaft von Mondelez im Jahr 2022 rund 56 Millionen Euro an Steuern an die russische Regierung und erwirtschaftete in dem Land rund 310 Millionen Euro Gewinn. Mondelez hat drei Fabriken in Russland, in denen unter anderem Oreo-Kekse, TUC-Cracker und Milka hergestellt werden. (mit dpa)

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