Stadtbild

Im Zug zeigen sich die Stärken und Schwächen der Menschheit

Mit der Bahn zu fahren, ist immer auch ein bisschen ein Abenteuer. Und das liegt nicht nur am Fahrplan.

Barbara Weitzel
3 Min
Wenn es eng wird, kommt es auf Kommunikation an.

Wenn es eng wird, kommt es auf Kommunikation an.

© imago/Carola Koserowsky

Auf der Strecke zwischen Spandau und Hauptbahnhof gleitet der Zug langsamer als zuvor, und in einem ähnlichen Tempo begreife ich, dass diese Fahrt endlich zu ihrem Ende kommt. Endlich, weil sie einige Erschütterungen bereithielt, ausgelöst von menschlichem Verhalten. Das so deutlich wurde, weil sich auch viel Nachsicht und Hilfsbereitschaft zeigte. An die versuche ich zu denken, als mein Blick sich ungewollt an die Fahrgäste heftet, die sich in Hannover an den Aussteigenden vorbeidrängelten, um noch einen Sitzplatz zu bekommen. Die nach dem Sicherheitspersonal riefen, als trotz der Aufforderung durch die Zugbegleiterin im Gang stehende Reisende einfach stehen blieben, statt den Zug zu verlassen. Alle wollten nach Hause nach drei Tagen Stillstand wegen der Stürme.

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