Ein Flugzeug der Air India ist in der Nähe des Flughafens der westindischen Stadt Ahmedabad abgestürzt. Ein Mann soll den Absturz überlebt haben. Der Überlebende sei in Sitz 11A gefunden worden, berichtete die indische Nachrichtenagentur ANI unter Berufung auf die indische Polizei. „Er wird in einem Krankenhaus behandelt.“
232 Passagiere und 10 Crew-Mitglieder sollen laut indischen Medienberichten an Bord des Flugzeugs gewesen sein. Darunter waren 169 indische und 53 britische Staatsangehörige, wie die BBC berichtet. Außerdem sollen sich unter den Passagieren ein Kanadier und sieben Portugiesen befinden.
Zunächst hieß es, dass es keine Überlebenden gebe. Auch am Boden soll es Todesopfer geben, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Er habe die Information erhalten, dass „viele Menschen“ gestorben seien, teilte auch der indische Gesundheitsminister Jagat Prakash Nadda – ohne eine genaue Zahl zu nennen – auf der Plattform X mit.
Flugzeugabsturz in Indien: So wahrscheinlich ist es, einen Crash zu überleben
Es handelte sich bei dem Flugzeug offenbar um eine Boeing 787 Dreamliner-Maschine, die kurz nach dem Start vom Sardar Vallabhbhai Patel International Airport in Ahmedabad verunglückte. Das berichtet die indische Tageszeitung Times of India. Das Flugzeug mit dem Ziel London soll über dem Stadtteil Meghani in der Nähe eines Wohnbereichs einer örtlichen medizinischen Hochschule abgestürzt sein. Danach stiegen schwarze Rauchwolken auf. Mehrere Feuerwehr- und Krankenwagen wurden zur Absturzstelle geschickt.
Air India bestätigt „Zwischenfall“ bei Flug nach London Gatwick
Air India teilte in einem ersten Statement auf der Plattform X mit: „Der Flug AI171 auf der Strecke Ahmedabad-London Gatwick war heute, am 12. Juni 2025, in einen Zwischenfall verwickelt.“ Der Flughafen London Gatwick bestätigte seinerseits, dass das Flugzeug in den frühen Abendstunden in der britischen Hauptstadt landen sollte.
Natarajan Chandrasekaran, der Vorsitzende von Air India, bestätigte den Absturz in einer eigenen Erklärung auf X. „Unsere Gedanken und unser tiefes Beileid sind bei den Familien und Angehörigen all derer, die von diesem verheerenden Ereignis betroffen sind“, sagte er. Man tue „alles in unserer Macht Stehende“, um den Notfallteams vor Ort zu helfen. Es sei auch ein Unterstützungsteam für betroffene Familien eingerichtet worden.
Kinjarapu Ram Mohan Naidu, Indiens Luftfahrtminister, sagte laut der BBC: „Wir sind in höchster Alarmbereitschaft.“ Er beobachte die Situation persönlich und habe „alle Luftfahrt- und Notfalldienste angewiesen, rasch und koordiniert zu handeln“. Ein Sprecher des Flughafens erklärte außerdem, der gesamte Flugbetrieb sei bis auf Weiteres eingestellt worden. (mit dpa)
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