Auf dem von Joyce Echaquan selbst per Handy gefilmten Video ist zu sehen, wie die siebenfache Mutter auf einem Krankenbett liegt und offenbar vor Schmerzen schreiend um Hilfe ruft. Die Kommentare des Personals sind in Untertiteln zu lesen. Eine Krankenschwester sagte der Frau demnach unter anderem, sie sei „verdammt dumm“. Eine der beteiligten Pflegerinnen wurde dem Bericht zufolge bereits entlassen.
Québecs Premier Legault bezeichnete die Bemerkungen des Personals als „inakzeptabel und rassistisch“, berichtet der kanadische Sender CBC weiter. Er stritt auf einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Frage hin jedoch ab, dass dieser Fall ein Hinweis auf systemischen Rassismus in Québec sei.
„Ich glaube wirklich nicht, dass wir diese Art von Behandlung der Ureinwohner (First Nation People) in unseren Krankenhäusern in Québec haben“, sagte er in einem auf der CBC-Webseite veröffentlichten Videoausschnitt. Er räumte jedoch ein, dass es einen gewissen Rassismus in Québec gebe. „Wir arbeiten daran“, fügte er hinzu.
Im Sommer hatte er ein Anti-Rassismus-Komitee einberufen. Der britische Sender BBC berichtete, dieser Fall sei der jüngste einer Serie, die Fragen über systemischen Rassismus gegen Kanadas Ureinwohner aufwerfe.
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