Geschichte

Ingeborg Rapoport: Ihr Blick auf Neugeborene revolutionierte die Medizin

Ingeborg Rapoport brachte an der Charité Geburtshilfe und Kinderklinik näher zusammen. Für gefährdete Neugeborene konnte genau das entscheidend sein.

Anja Titze
7 Min
Eine Pionierin: Inge Rapoport im Jahr 2015

Eine Pionierin: Inge Rapoport im Jahr 2015

© imago

Auf einer Geburtsstation ist vieles vorbereitet: das Bett, die Lampe, die Waage, die Tücher, die Hände der Hebamme. Die meisten Geburten verlaufen ohne dramatische Komplikationen: Ein Kind atmet, schreit, wird untersucht, gewogen und der Mutter auf die Brust gelegt. In Deutschland geschieht das mehr als 1800 Mal am Tag.

Aber der Kreißsaal ist kein Ort der Gewissheit. Denn im Moment der Geburt kann sich vieles in Sekunden ändern. Ein Kind atmet nicht richtig. Es wurde zu früh geboren, zu klein, zu schwach, zu kalt. Plötzlich braucht es Sauerstoff, Wärme, Überwachung, kinderärztliche Hilfe, einen Inkubator. Nicht später, nicht nach einem Transport, sondern jetzt. Dann zählt jede Minute.

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