Initiative gegen Verkehrsunfälle

Schocktherapie soll Jugendliche vor Leichtsinn warnen

Mediziner der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) wollen Jugendliche vor Verkehrsunfällen bewahren. Und das nicht auf die sanfte Art: Die 15- bis 18-Jährigen sollen einen Tag bei Schwerverletzten in der Unfallklinik verbringen.

BLZ
2 Min
Die Jugendlichen sollen auch die Intensivstation kennenlernen.

Die Jugendlichen sollen auch die Intensivstation kennenlernen.

© imago/Science Photo Library Lizenz

Mit einer Art Schocktherapie wollen Mediziner Jugendliche zu mehr Vorsicht im Straßenverkehr erziehen. Wie die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) am Montag in Berlin mitteilte, sollen 15- bis 18-Jährige bei einer Aktionswoche bundesweit einen Tag in einer Unfallklinik verbringen und erleben, wie Schwerverletzte versorgt werden - vom Rettungswagen bis zur Intensivstation. So sollen ihnen beispielsweise die Folgen von zu schnellem oder betrunkenem Fahren vor Augen geführt werden.

Das Präventionsprogramm mit dem Namen „Prevent Alcohol and Risk Related Trauma in Youth (PARTY)“ stammt den Angaben zufolge ursprünglich aus Kanada. Bis zum 19. Juni beteiligen sich 13 Kliniken.

2014 starben nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 3368 Menschen auf deutschen Straßen, 389.000 wurden verletzt. Nach DGU-Angaben ist das Risiko, bei einem Unfall zu sterben, bei jungen Verkehrsteilnehmern zwischen 18 und 24 Jahren etwa doppelt so hoch wie das der Gesamtbevölkerung. (dpa)

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