Das Thema Einbürgerung schlägt in Berlin nach wie vor hohe Wellen. Innensenatorin Iris Spranger von der SPD hat sich jetzt klar und deutlich zum digitalen Verfahren geäußert. So sagte sie am Donnerstag bei einer Sitzung im Abgeordnetenhaus: „Durch ein vollständig digitalisiertes Verfahren ergibt sich kein Sicherheitsrisiko, anders als bei analogen Verfahren, wie sie zuvor in den Bezirken und noch heute in anderen Bundesländern praktiziert werden.“
Die 63-Jährige stellte klar, dass eine Einbürgerung ohnehin nur nach gründlicher Prüfung erteilt wird. „Wenn bei jemandem Straftaten vorliegen oder Identitätsbetrug festgestellt wird, wird diese Person nicht eingebürgert“, betonte die Senatorin. Das digitale Verfahren ermögliche zudem einen vollständigen Zugriff auf die Ausländerakte.
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Bei falschen Angaben kann Einbürgerung revidiert werden
Sollten Antragsteller bei den Angaben zu Identität oder Voraufenthalten falsche Informationen machen, könne das digitale Verfahren Falschangaben schneller aufdecken. „Mit der Digitalisierung des Antragsverfahrens sind also keine zusätzlichen Sicherheitsrisiken verbunden, im Gegenteil“, versicherte die SPD-Politikerin.
Durch das digitale Verfahren können Einbürgerungsanträge deutlich schneller bearbeitet werden. Im vergangenen Jahr wurden 21.802 Menschen in Berlin eingebürgert, mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Bereits 2022 waren es 20.060 Menschen. Hält Berlin dieses Tempo bei, könnte die Bundeshauptstadt zum Jahresende sogar 40.000 Einbürgerungen erreichen.
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