Kunstaktion

Installation für Geiseln aus Israel in Berlin: 222 Schuhe und Ballons am Wittenbergplatz

Direkt am Wittenbergplatz ist heute eine Installation zu sehen: 222 Schuhe und Ballons, die an die entführten Geiseln aus Israel erinnern.

Tomasz Kurianowicz
2 Min
Eine Installation am Wittenbergplatz für die entführten Geiseln aus Israel

Eine Installation am Wittenbergplatz für die entführten Geiseln aus Israel

© Tomasz Kurianowicz

Am heutigen Samstag wurden Passanten, die aus dem U-Bahnhof am Wittenbergplatz ins Freie traten, mit einem ungewöhnlichen Anblick konfrontiert: Zahlreiche Menschen standen sichtlich betroffen auf dem Trottoir vor dem KaDeWe und begutachteten rote Luftballons, die auf dem Kopfsteinpflaster angebracht waren. Beim näheren Hinsehen erklärte sich die andächtige Atmosphäre und die schockierten Gesichter der Passanten: Die Luftballons waren als Teil einer Installation gedacht, die für die durch die Hamas entführten Geiseln aus Israel organisiert wurde.

Die Kunstaktion hat die Botschaft des Staates Israel und der World Jewish Congress initiiert. 222 Luftballons wurden ausgestellt, außerdem war unter jedem Luftballon auch noch ein Schuh samt eines Informationsblättchens ausgestellt, das über jeweils eine entführte Geisel informierte.

Informationsblätter zu entführten Geiseln aus Israel.

Informationsblätter zu entführten Geiseln aus Israel.

© BLZ/Tomasz Kurianowicz

Zum Beispiel über die 77 Jahre alte Israelin Hannah Katzir. Auf dem Blatt Papier stand geschrieben: „Am 7. Oktober wurden fast 200 unschuldige Zivilisten aus Israel in den Gazastreifen geführt. Ihr Verbleib ist nach wie vor unbekannt.“ Unter dem Bild konnte man jeweils einen QR-Code per Handy einscannen, der auf folgende Website führt: https://www.kidnappedfromisrael.com/

Internationale Organisationen fürchten sich um das Schicksal der Geiseln, insbesondere nach dem Start der Invasion durch Israels Militär am Freitagabend. Die Sorge ist, dass die Hamas die Geiseln nicht freilässt, sollte das israelische Militär weiter vorrücken. Über Vermittler wie Katar finden weiterhin Verhandlungen über mögliche Geiselfreilassungen statt.

Haben Sie Feedback? Schreiben Sie uns! briefe@berliner-zeitung.de

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema