In den vergangenen drei Jahren haben mehr als 500 Ingenieure, Landschaftsarchitekten und Planer ein 100 Hektar großes Gelände rund um die Gärten der Welt und den Kienberg zu einer beeindruckenden Parklandschaft entwickelt, die nun so groß ist wie etwa 140 Fußballfelder. „Ein Mehr aus Farben“ lautet das Motto. Regine Günther, die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, sagte: „Die IGA ist weit mehr als eine Gartenschau. Es gibt dort viel zu lernen.“
Eine Menge Attraktionen haben die Organisatoren für ihre Gäste vorbereitet. Es gibt tägliche Rundgänge und Führungen durch interkulturelle Themengärten. Die Reise führt dabei vom Orient, über Bali, Korea, Japan und China zurück in die märkische Natur. Renommierte Landschaftsgestalter aus fünf Kontinenten haben interkulturelle Gartenkabinette angelegt.
In den kommenden 186 Tagen will die Gartenschau vor allem Familien ein attraktives Ausflugsziel bieten. Für Kinder wurden drei neue Spielplätze geschaffen, darunter der mit 6000 Quadratmetern größte Wasserspielplatz Berlins. Eine Sommerrodelbahn führt vom Kienberg hinunter. Auf dem IGA-Campus entstand ein „grünes Klassenzimmer“, Kinder und Jugendliche könne dort Beete umgraben, Unterkünfte für Tiere anlegen, Gemüse ernten und in einer mobilen Küche kochen. Auf einem Weltacker wachsen die wichtigsten Pflanzen der Welt. Sogar Wein wird angebaut, an einem Hang wächst die Rotweinsorte Regent.
Highlights der IGA 2017
Die Aussichtsplattform Wolkenhain auf der IGA 2017 in Berlin.
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Die Bergstation der Seilbahn auf dem Kienberg und die Aussichtsplattform "Wolkenhain".
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Von oben herab: Die Seilbahn hat 65 Gondeln. Pro Stunde kann sie 3000 Besucher transportieren.
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Der Wolkenhain ist eine begehbare Konstruktion.
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Gelände der Internationalen Gartenausstellung "IGA Berlin 2017"
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Das Spiegellabyrinth des dänischen Künstlers Jeppe Hein steht vor dem Besucherzentrum am Blumberger Damm, es heißt Reflecting Gardens. Die Verwendung von Spiegeln schafft Durchlässigkeit, irritiert aber gleichzeitig die Wahrnehmung des Betrachters.
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Blumenhalle auf dem Gelände der Internationalen Gartenausstellung "IGA Berlin 2017"
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Blumenhalle in Berlin auf dem Gelände der Internationalen Gartenausstellung IGA Berlin 2017
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Im Archepark leben vom Aussterben bedrohte heimische Haustierrassen wie Skudden-Schafe, Dülmener Pferde und Rotes Höhenvieh (Rinder) in Herden ganzjährig im Freien, im Winter im Unterstand. Nach der IGA werden die Tiere weiter gezüchtet.
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Wassergarten an der "Promenade Aquatica".
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Der Wassergarten an der "Promenade Aquatica".
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Der Wasserspielplatz "Konrad reitet in die Südsee".
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Blickfang: die Wassergärten.
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Platz für 5000 Gäste gibt es in der Freilichtbühne Arena. Erstmals wird sie am 13. April gefüllt sein, wenn Bundespräsident und IGA-Schirmherr Frank-Walter Steinmeier die Gartenschau eröffnet. Nachmittags beginnt das öffentliche Eröffnungsfest.
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Vor der Eröffnung: Bauarbeiten am Wasserspielplatz der IGA.
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Dieser Urwald-Wal stammt aus dem Kinderbuch von Erich Kästner „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“. Dieser Klassiker bildete die Grundlage für die Gestaltung von drei neuen Spielplätzen. Die Veranstalter rechnen mit etwa 30.000 Kindern.
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Blühende Landschaften können Besucher im Karl-Foerster-Garten erleben. Der Potsdamer Staudenexperte (1874–1970) hat die deutsche und internationale Gartenkultur nachhaltig beeinflusst, von ihm stammt der Spruch „Es wird durchgeblüht!“
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Der Orientalische Garten in den Gärten der Welt in Marzahn.
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Es gibt wirklich viel zu erleben: In den Blumenhallen und der Tropenhalle sehen die Gäste exotische Pflanzen und tägliche Schauen. Von der Aussichtsplattform Wolkenhain auf dem Kienberg schauen die Gäste bei gutem Wetter bis zum Alex. Überall auf dem Gelände wird es im Frühjahr, Sommer und Herbst saisonal blühen, 45 Gärtner kümmern sich um Bäume und Blumen. 6000 Rosen, 1500 Bäume, 35.000 Stauden und 300.000 Blumenzwiebeln wurden gepflanzt.
„Schlaraffenland der Wortkultur“
In den kommenden Wochen wird es in der Arena, angelegt wie ein Amphitheater, dann jeden Tag Veranstaltungen mit Rock- und Popmusik, Klassik, Jazz bis zu Comedy, Varieté und Musicals geben. Musiker wie die Die Prinzen sind dabei, Daniel Barenboim mit seinem Orchester und Unterhaltungskünstler wie Eckart von Hirschhausen.
Neben zahlreichen Parkfesten wird es auch Themenwochen geben, der Bezirk Marzahn-Hellersdorf stellt Vereine, Bands und Musikschulklassen vor, im Dialog der Kulturen begegnen sich Gläubige verschiedener Religionen, in der Abendsonne treffen sich Yogis für gemeinsame Übungen im Freien, abends finden Tanzkurse statt. Und jeden Sonntag wird es im „Schlaraffenland der Wortkultur“ Lesungen geben.
Image Marzahns soll verbessert werden
Knapp 100 Millionen Euro kostet das Landschafts- und Kulturprojekt, ein Zehntel dieser Summe zahlt das Land Berlin. Etwa zwei Millionen Besucher werden erwartet, täglich würden dann etwa 10.000 Menschen nach Marzahn-Hellersdorf kommen. Etwa 9000 Reisebusse werden erwartet.
Berlin hofft auf Einnahmen in Höhe von 30 Millionen Euro, die Stadt bietet den Besuchern dafür ein komplexes und anspruchsvolles Programm. Und hofft, damit das Image der größten deutschen Plattenbausiedlung zu verbessern.
Der Großteil der IGA wird nach dem Ende der Gartenschau im Oktober bestehen bleiben. „Die IGA wird noch sehr lange ihre Spuren im Bezirk und in der Stadt hinterlassen“, sagt Senatorin Günther. Und die IGA-Veranstalter versichern: „Wir bleiben hier.“
Öffnungszeiten, Eintritt, Infos
Die IGA öffnet am 13. April und endet am 15. Oktober. Sie ist das größte Gartenfestival Deutschlands. Die IGA 2017 hat täglich ab 9 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist 20 Uhr. Wenn es dunkel wird, werden die Tore geschlossen. Bei Veranstaltungen gelten andere Zeiten. Tagesaktuelle Öffnungszeiten stehen auf der Internetseite.
Eine etwa 100 Hektar große Parklandschaft wurde in Marzahn-Hellersdorf errichtet. Dazu gehören die Gärten der Welt, das Areal rund um den Kienbergpark und ein Teil des Wuhletals.
Die Haupteingänge heißen Kienbergpark (Hellersdorfer Str.) und Gärten der Welt (Blumberger Damm), ein Nebeneingang liegt an der Eisenacher Str.
Eintrittskarten werden für verschiedene Zeiten und zu bestimmten Anlässen verkauft: Eine Tageskarte kostet 20 Euro, ermäßigt 18 Euro. Dauerkarten gibt es für 90 Euro, ermäßigt 80 Euro. Jugendliche zahlen 20 Euro. Dauerkarten für abends gelten sonntags bis donnerstags ab 17 Uhr, sie kosten 45 Euro. Ein Abendticket kostet 10 Euro und gilt ebenfalls ab 17 Uhr.
Kinder bis einschließlich 6 Jahre haben kostenlosen Zugang, Jugendliche bis 17 Jahre können die IGA für 5 Euro am Tag erleben. Jahreskarteninhaber der Grün Berlin GmbH zahlen 50 Euro für eine IGA-Dauerkarte.
Die Anreise sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen, rund um die IGA gibt es kaum Parkplätze. Mit der U-Bahnlinie 5 fahren Besucher bis „Kienberg –Gärten der Welt“. Autofahrer nutzen den IGA-Parkplatz LL 33 (Berliner Straße/Ecke Louis-Lewin-Straße). Dort fährt ein Busshuttle zur IGA. (Park-Ticket 7 Euro).
Radfahrer können den Wuhletal-Radweg benutzen.
Offene Führungen werden jeden Tag angeboten: Mo-Fr jeweils um 11 Uhr, Sa und So um 11 und 15 Uhr. Treffpunkt: Besucherzentrum am Haupteingang „Gärten der Welt“ am Blumberger Damm. Eine Führung dauert etwa 90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht nötig, Teilnehmer zahlen 6 Euro pro Person, ermäßigt 3 Euro.
Etwa 8000 Veranstaltungen finden im Laufe der IGA statt. Konzerte, Musicals und ein Umweltbildungsprogramm für Kinder und Erwachsene. Es gibt Angebote zum Tanzen, Lesen, für Sport und Entspannung (Yoga). Pflanzenkenner sind überall ansprechbar.
Bis zu 5000 Gäste passen in die im Stil eines klassischen Amphitheaters angelegte Freilichtbühne Arena. Weitere 20 Spielorte gibt es auf dem IGA-Gelände. Im Besucherzentrum finden Tagungen, Treffen und internationale Kongresse unterschiedlicher Fachrichtungen statt, etwa die Deutsche Seilbahn-Tagung und die Verleihung des European Garden Award.
Traditionelle Parkfeste sind an folgenden Tagen geplant: Kirschblütenfest (16./17. April), Lotuslaternenfest (20. Mai), Lesereise (18. Juni), Klang-Farbenfest (24. Juni), Highland Games (22./23. Juli), Sultans Fest (6. August), Viva la musica (9. September), Mondfest (23. September), Herbstfest (8. Oktober),
Höhepunkte sind Auftritte unterschiedlicher Künstler, dafür müssen Besucher zusätzliche Karten kaufen :
IGA-Schlagernachmittag am 23. April u.a. mit Olaf Berger und Uta Bresan (5 Euro); Zu Gast bei Frank Zander und Band am 20. Mai (5 Euro); Kunst des Lachens – Gala mit Eckart von Hirschhausen am 25. Mai (10 Euro); Pfingstkonzert mit Bernhard Brink am 4. Juni (10 Euro); 6. Klimakonzert des Orchesters des Wandels mit Dirigent Daniel Barenboim am 18. Juni (15 Euro);
Die Prinzen am 23. Juni (10 Euro);
Konzert mit Max Giesinger am 12. August (5 Euro); Stars in Concert: Elvis – Das Musical am 16. August (10 Euro); Viva la Musica – Klassik Open-Air am 9. September (15 Euro); All Night Long – die Soul Varieté Show (5 Euro)
Das komplette Programm und alle Infos zur IGA unter www.iga-berlin-2017.de
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